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Althistoriker von Weltruf aus Vorarlberg

Prof. Robert Rollinger wurde in internationales Wissenschaftler-Netzwerk gewählt.

Warum sind Dinge so wie sie sind. Diese Frage stellt sich der 1964 in Bludenz geborene und in Bürs aufgewachsene Wissenschaftler Robert Rollinger jeden Tag. „In die Vergangenheit blicken und historische Zusammenhänge aufspüren“, sei das besondere an seinem Beruf, schwärmt der international renommierte Wissenschaftler, der sich als Leiter des Instituts für Alte Geschichte und Altorientalistik an der Uni Innsbruck einen Namen gemacht hat.
Und das nicht nur in Tirol oder seiner alten Heimat Vorarlberg. Rollinger hat sich mit seinen Forschungen zu einem weltweit anerkannten Wissenschaftler entwickelt. Was dieser Tage mit einer außergewöhnlichen Anerkennung gewürdigt wurde. Professor Rollinger ist in die „Core Group & Steering Committee“ des international renommierten „European Network for the History of Ancient Greece“ gewählt worden. Das Netzwerk nimmt gesamt nur 17 Mitglieder aus ganz Europa in seine Reihen auf und Robert Rollinger ist jetzt als erster österreichischer Althistoriker in diesen Reihen vertreten.

„Auf der Spur sein“

Dieses international besetzte Gremium setzt sich mit den Veränderungen auseinander, die sich in der historischen Erforschung der archaischen und klassischen Periode in den vergangenen 20 Jahren durch neue Forschungsansätze, Methoden, Perspektiven und Quellenmaterial abgezeichnet haben. In jährlichen, themenspezifischen Meetings führt das Netzwerk Forscher aus allen Teilen Europas zusammen und stellt Forschungsergebnisse unterschiedlicher Ausprägung zur Diskussion. Professor Rollinger ist auch in Vorarlberg kein Unbekannter. Im Gegenteil: Einst war er Vorstandsmitglied im Geschichtsverein der Region Bludenz und hat neben seinen internationalen Forschungen zahlreiche Vorträge zur Landesgeschichte Vorarlbergs verfasst und gehalten. Er war auch im Auftrag des Standes Montafon der Herausgeber der ersten beiden Bände der Montafoner Geschichte.
Der Professor erklärt im „VN“-Gespräch die Leidenschaft seines Berufes. „Ich kann dem Menschen als kulturelles und handelndes Wesen auf der Spur sein. All jenem nachspüren, das einen Ursprung in der Geschichte hat, sind essentielle Fragen jeder Kultur.“ Der Historiker habe das Privileg, sich mit diesen Dingen beschäftigen zu dürfen. „Dabei spielt es keine Rolle, ob wir uns mit dem Zweiten Weltkrieg, den ägyptischen Pharaonen, oder mit dem Montafon in der Bronzezeit beschäftigen“, so Rollinger abschließend.

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