Altach-Sportchef Zellhofer will nicht mehr Trainer spielen

Für Altachs Sportdirektor Georg Zellhofer bedeutet das Fußball-Bundesliga-Spiel am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins und Sky) gegen Rapid ein Rendezvous mit der Vergangenheit. Der Oberösterreicher fungierte 2006 als Trainer der Hütteldorfer - sein Engagement war allerdings wegen ausbleibender Erfolge schon nach knapp neun Monaten wieder beendet.
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Altach: Ausbau der Infrastruktur

An seine Zeit im Westen Wiens möchte Zellhofer keine Gedanken mehr verschwenden. “Das ist so lange her, darüber will ich nicht mehr reden”, sagte der Oberösterreicher. Viel lieber beschäftigt sich Zellhofer mit der Gegenwart, und die sieht dank eines Platzes im Tabellen-Mittelfeld und des Einzugs ins Cup-Viertelfinale rosig aus.

Europacup-Teilnahme nicht ausgeschlossen

Selbst eine Europacup-Teilnahme im Sommer scheint derzeit nicht ausgeschlossen. Doch Zellhofer wiegelte in diesem Zusammenhang ab: “Unser Ziel ist es, in der Liga zu bleiben. Mit jedem Jahr mehr im Oberhaus kann man die nächsten Schritte setzen”, lautet die Devise des 54-Jährigen.

Zellhofer gab aber zu: “Ein kleiner Traum wäre es schon, einmal mit Altach international zu spielen. Dazu müsste dann auch das Gesamtpaket mit der Infrastruktur passen. Im Endeffekt liegt es nur an uns.”

“Man darf als Direktor nie Trainer spielen”

Seit Jahresbeginn 2013 sitzt Zellhofer in Altach auf dem Sportdirektor-Sessel. Die Zeit als Trainer, die ihn neben Rapid unter anderem auch zu Pasching (1996-2005), Austria (2006-2008) und LASK (2010-2011) führte, ist wohl definitiv vorbei. “Man darf als Sportdirektor nie Trainer spielen. Wenn man vom Trainerjob nicht loslassen kann, kann man die Position eines Sportdirektors gar nicht annehmen”, meinte der frühere Profi-Kicker.

Zellhofer hat aus seiner Trainertätigkeit einige Erfolge aufzuweisen, dennoch verzichtet er auf schulmeisterliches Auftreten gegenüber Altach-Coach Damir Canadi. “Er muss alles frei entscheiden können, immerhin hält er ja auch den Kopf dafür hin”, sagte Zellhofer.

Zellhofer schaut von Tribüne aus zu

Der Oberösterreicher sieht sich die Partien des Aufsteigers von der Tribüne aus an. “Von dieser Position aus kann man ein Spiel besser lesen.” Danach kommt es regelmäßig zu einem Erfahrungsaustausch mit Canadi – dabei gibt es für den Trainer von dessen Vorgesetzten Tipps, aber keine Anordnungen. “Ich sehe mich als Teamplayer. Und über einen Trainer drüberzufahren, ist nicht der Sinn eines Jobs als Sportdirektor”, erklärte Zellhofer.

Er habe mit Canadi ein sehr gutes Einverständnis. “Es gibt zwar auch Meinungsverschiedenheiten, aber wir sitzen alle in einem Boot und ich trage alles hundertprozentig mit. Man muss gemeinsam in eine Richtung gehen.”

(APA)

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