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Altach kassiert unglückliche Niederlage gegen Salzburg

Regenschlacht in Altach
Regenschlacht in Altach ©APA
Der SCRA lieferte dem Serienmeister einen tollen Kampf, konnte sich aber am Ende nicht mit Punkten belohnen. Viel diskutiert wird eine Szene aus der ersten Halbzeit bleiben, in der es um Millimeter ging.

Nach dem so wichtigen Erfolg letzten Sonntag in Ried wollte der CASHPOINT SCR Altach auch heute im Heimspiel gegen Serienmeister Salzburg überraschen. Am Ende sollte ein toller Fight und ein gutes Spiel aber unbelohnt bleiben, der Tabellenführer nahm mit einem 3:2-Erfolg die Punkte mit in die Mozartstadt.

Die Mozartstädter kamen natürlich als klarer Favorit in die CASHPOINT Arena, unter der Woche übernahm die Jaissle-Elf dank eines 1:0-Heimsieges gegen Dinamo Zagreb sogar die Tabellenführung in ihrer Champions League Gruppe. Der Chefcoach der Salzburger rotierte im Hinblick auf das kommende Spiel in Kroatien, Okafor war beispielsweise gar nicht im Kader. Beim SCRA gab es zwei Änderungen in der Startelf, statt Schreiner und Thurnwald begannen heute Amankwah Forson und Nosa Edokpolor.

Am Nachmittag hatte begonnen zu schütten, dementsprechend nass und schwer zu bespielen war das Geläuf im Schnabelholz. Salzburg hatte wie erwartet Vorteile in der Ballbesitzstatistik, ohne allerdings in der Anfangsphase richtig zwingend zu werden. So dauerte es 20 Minuten bis zur erste Großchance in dieser Partie, diese fanden die Rheindörfler vor.

Tor oder kein Tor?

Jurcec spielte ideal zur Mitte, wo Nuhiu frei zum Abschluss kam. Keeper Köhn lenkte den Ball ab, der weiter Richtung Tor sprang. Schließlich klärte ein Salzburger Abwehrspieler die Situation, die allerdings zumindest strittig war. Fernsehbilder zeigten, dass die Kugel wohl in vollem Umfang über der Linie war, aufgrund der fehlenden Torlinientechnologie konnte dieser Nachweis allerdings nicht endgültig erbracht werden und so blieb es bei der aus Altacher Sicht bitteren Entscheidung auf kein Tor.

Auf der Gegenseite gab es ebenfalls eine Situation, über die diskutiert werden dürfte. Koita kam im Strafraum zu Fall, der Pfiff des Referees blieb aber ebenso aus wie die Intervention des VAR. Der SCRA war nun insgesamt recht gut im Spiel, verteidigte weiterhin gut und versuchte Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Acht Minuten vor dem Pausenpfiff tauchte dann Bischof alleine vor dem Gästekeeper auf und scheiterte. Allerdings war das Anspiel von Nuhiu ohnehin einen Tick zu spät und die Fahne des Schiedsrichterassistenten ging in dieser Szene zurecht in die Höhe. So blieb es nach den ersten 45 Minuten beim torlosen Remis.

Nach Wiederbeginn waren genau 120 Sekunden absolviert, da hatten die Zuschauer wieder den Torschrei auf den Lippen. Nuhiu kam nach einer Ecke zum Kopfball, Köhn verhinderte mit einer Glanztat die Altacher Führung. Diese sollte dann den Gästen aus der Mozartstadt gelingen. Simic dribbelte im Altacher Strafraum, die Kugel sprang dem aufgerückten Wöber vor die Beine und dieser versenkte das Spielgerät hinter Casali in den Maschen.

Jubel über Ausgleich währt nicht lange

Altach ließ sich aber auch von diesem Gegentreffer nicht aus der Bahn werfen, sofort versuchte die Klose-Elf wieder Offensivakzente zu setzen. Zunächst verpasste Nuhiu den möglichen Ausgleich noch, wenig später sollte dann aber Tibidi für Jubel auf den Rängen sorgen. Forson bediente den jungen Franzosen und dieser schloss mit viel Übersicht ab – 1:1 (57.).

Die Freude darüber sollte allerdings von kurzer Dauer sein, denn nur 120 Sekunden später führten erneut die Gäste. Koita hatte im Zentrum zu viel Freiraum und verwertete eine Hereingabe von der rechten Seite zum 1:2 aus SCRA-Sicht.

Einen Doppelwechsel gab es dann in Minute 69, Johannes Tartarotti und Csaba Bukta ersetzten Bischof und Jurcec. Bei unverändert regnerischen Verhältnissen sollten die Salzburger dann aber nur kurze Zeit später für die vermeintliche Vorentscheidung sorgen. Wöber fing einen unzureichenden Klärungsversuch des eben eingewechselten Bukta ab, bediente Adamu und der stocherte dann im zweiten Versuch die Kugel über die Linie.

Nuhiu verkürzt

Der SCRA gab sich dennoch weiter nicht geschlagen und kam zwölf Minuten vor dem Ende durch Nuhiu zum Anschlusstreffer. Per Kopf versenkte der Sturmtank eine Flanke von Forson und sorgte so noch einmal für Hoffnung bei den knapp 4.700 Zuschauern.

Alle Bemühungen sollten allerdings auch in der sechsminütigen Nachspielzeit unbelohnt bleiben, am Ende blieb es beim ebenso knappen wie unglücklichen 2:3 aus Altacher Sicht. Eine tolle Leistung mit bemerkenswertem Kampfgeist, aus der man schlussendlich aber nichts Zählbares mitnehmen kann.

CASHPOINT SCR Altach – FC Red Bull Salzburg 2:3 (0:0)

Samstag, 08.10.2022, 17:00 Uhr

CASHPOINT Arena, 4.689 Zuschauer

Tore: 0:1 Wöber (52.), 1:1 Tibidi (57.), 1:2 Koita (59.), 1:3 Adamu (72.), 2:3 Nuhiu (78.)

(www.scra.at/TT)

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