Altach geht den Vorarlberger Weg

Bundesliga-Neuling SCR Altach will den "Vorarlberger Weg" gehen und das Ländle in seinen Bann ziehen. Mittwoch 19:30 Uhr startet ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte.

Zum ersten Mal spielt der SC Rheindorf Altach in der höchsten österreichischen Fußball-Spielklasse. Als Richtlinie dient dem Klub aus dem westlichsten Bundesland dabei jene aus dem östlichsten. „Wir wollen unseren Weg mit Spielern aus der Umgebung gehen, nehmen uns da Mattersburg als Vorbild“, erklärte Manager Christoph Längle die Vereinsphilosophie.

Die Altacher sind nach SW Bregenz und Austria Lustenau der dritte Klub aus Vorarlberg, der seit Gründung der Bundesliga 1974 mit den „Großen“ mitmischt. Bregenz verabschiedete sich in der Saison 2004/05 aus der Bundesliga, nicht nur deshalb sind die Schwarz-Weißen kein Gradmesser für Altach. „Bregenz wollte sich durch massive Zukäufe oben halten, wir gehen einen anderen Weg. Unser Ziel ist es, Spieler zu Stars zu machen. Wir bauen auf einen jungen Kader mit Spielern, die jetzt vielleicht noch No-names sind.“

Fünf Verpflichtungen gab es im Sommer, darunter mit Mario Bolter und Kai Schoppitsch auch zwei Akteure mit Bundesliga-Erfahrung. Im Gegenzug verließen mit Mario Sara (Rapid) und Florian Mader (Tirol) zwei Stammkräfte den SCR. Mit zwei ausländischen Stürmern wird noch über ein Engagement verhandelt, wobei mit Froylan Ledezma (28) ein Teamspieler aus Costa Rica (1 Länderspiel) auf dem Prüfstand steht. „Es war unser Credo, den Großteil der Mannschaft zu halten. Mit den wenigen Spielern, die wir verpflichtet haben, sind wir dafür happy“, sagte Längle.

Die sportliche Zielsetzung hatte Trainer Michael Streiter ausgegeben. „Wir wollen uns in der obersten Liga im ersten Jahr etablieren und uns in der zweiten Saison weiterentwickeln“, meinte der Ex-Teamverteidiger. Auch Manager Längle zeigt vor der Bundesliga-Premiere Optimismus: „Das Wort Abstieg gibt es bei uns nicht.“ Die Adaptierung des Stadions wäre erfolgreich verlaufen, Zusatztribünen wurden aufgebaut. Im Winter soll dann eine größere Umbauphase in Angriff genommen werden, um die Bundesliga-Kriterien fristgerecht zu erfüllen.

In der vergangenen Saison verzeichneten die Vorarlberger in den Red Zac Erste Liga bei einer Einwohnerzahl von knapp 6.250 einen Zuschauerschnitt von 3.127 Besuchern pro Spiel und legten damit im Vergleich zum Vorjahr um 85,1 Prozent zu – ein Richtwert, der in der ersten Bundesliga-Saison noch einmal deutlich überboten werden soll.

Allein schon der Saison-Auftakt verspricht dem Publikum Fußball-Feinkost. Nach der Bundesliga-Premiere gegen Pasching gastiert schon in der zweiten Runde Titelfavorit und Großeinkäufer Red Bull Salzburg in Altach, das „Stadion Schnabelholz“ mit nun 8.500 Zuschauern Fassungsvermögen wird dann aus allen Nähten platzen. Eine Woche später geht es im Westderby gegen den FC Wacker Tirol, für Trainer Streiter – selbst lange Jahre im Dress der Tiroler aktiv – ein besonderes Spiel. An allen drei Terminen sind volle Kassen vorprogrammiert.

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