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Alonso gewann Australien-GP

Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat am Sonntag den turbulenten Australien-Grand-Prix gewonnen. Für Christian Klien kam dagegen wie vor zwei Wochen in Malaysia ein frühes Aus.

Weltmeister Fernando Alonso hat seinen Vorsprung in der Formel-1-WM weiter ausgebaut. Der Renault-Pilot triumphierte am Sonntag im turbulenten Australien-Grand-Prix und hat nach drei der 18 Saisonläufe bereits 28 Punkte und damit doppelt so viele Zähler wie die beiden ersten Verfolger, Teamkollege Giancarlo Fisichella und McLaren-Merdedes-Fahrer Kimi Räikkönen, der in Melbourne vor Ralf Schumacher im Toyota Rang zwei belegte.

Während Alonso, der nach Bahrain seinen zweiten Saisonsieg feierte, ein souveränes Rennen fuhr, spielte es sich hinter dem 24-Jährigen gehörig ab. Die 57 Runden auf dem 5,303 km langen Kurs im Albert Park brachten nicht weniger als vier Safety-Car-Phasen und zehn überwiegend spektakuläre Ausfälle. Der dritte WM-Lauf begann bereits mit einem ungewöhnlichen Zwischenfall in der Aufwärmrunde: Juan Pablo Montoya übertrieb es mit dem Aufwärmen der Reifen seines McLaren-Mercedes’, drehte sich und fiel ans Ende des Feldes zurück. Der Kolumbianer hatte aber Glück, denn auf Grund eines Problems von Vorjahrssieger Fisichella wurde der erste Startversuch abgebrochen. Damit musste der Italiener das Rennen aus der Box aufnehmen und Montoya war in der zweiten Formationsrunde in der Lage, wieder auf seinen fünften Startplatz vorzufahren.

Gleich die erste des von 58 auf 57 Runden verkürzten Rennens forderte Opfer. Nach einer Kollision zwischen Williams-Fahrer Nico Rosberg und Christian Klien kam der Ferrari-Pilot Felipe Massa zum “Handkuss” und musste ebenso wie der Italiener die Segel streichen, während der Red-Bull-Pilot im Rennen blieb. Der Crash zog die die erste Safety-Car-Phase, die nur zwei Runden dauerte, nach sich. Gleich nach dem “Re-Start” überholte Alonso “Pole-Mann” Jenson Button. Wenig später rückte das Safety Car erneut aus, diesmal war Klien dafür verantwortlich. Der Vorarlberger verlor in Runde fünf auf einer Geraden im zweiten Sektor plötzlich wegen eines technischen Defekts die Kontrolle über seinen Wagen, der fast im rechten Winkel in die Streckenbegrenzung abflog. Klien überstand diesen böse aussehenden Unfall unverletzt. “Der Einschlag hat härter ausgesehen als er war. Schade, dass das Rennen für mich wieder so früh vorbei war”, lautete der zerknirschte Kommentar.

Beim erneuten Re-Start verlor Button erneut eine Position, diesmal zog Räikkönen an ihm vorbei. Damit waren die beiden Top-Positionen bezogen und der Grand Prix nach nur neun Runden entschieden, obwohl nach “Abflügen” von Michael Schumacher (Ferrari/34.) und Vitantonio Liuzzi (Toro Rosso/37.) noch zwei weitere Safety-Car-Phasen folgten.

Der zehnte und letzte Ausfall traf Button, dem in der Schlusskurve der Motor seines Honda-Boliden explodierte. Während der Brite wenige Meter vor der Ziellinie liegen blieb, erbte “Start-Pechvogel” Fisichella Rang fünf. Und auch Toro-Rosso-Miteigentümer Gerhard Berger freute sich zunächst, denn Scott Speed rollte als Achter vor Coulthard über die Linie. Der erste Punkt für das Minardi-Nachfolgeteam ging aber am grünen Tisch verloren, weil Coulthard von Speed unter gelber Flagge überholt worden war.

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