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Allerlei Kurioses rund ums Fest

Was wird zu Ostern gefeiert? Bei der Millionenshow wäre die Frage wohl nicht mal 100 Euro wert - aber so mancher müsste wohl einen Joker nehmen.

Wie eine Umfrage vor drei Jahren ergeben hat, glauben immerhin drei Prozent der 20- bis 29-Jährigen, Jesus hätte zu Ostern geheiratet. Aber auch sonst gibt es genug Kuriositäten rund um das höchste christliche Fest.

So hat die Stadt Paul (US-Bundesstaat Minnesota) erst vor wenigen Tagen aus Sorge, religiöse Empfindungen von Nicht-Christen zu verletzten, eine Osterdekoration im so genannten Stadthaus entfernt. Der kleine Hase mit pastellfarbenen Eiern und dem Schild „Frohe Ostern“ wurde aus dem Foyer verbannt, worauf erst recht ein Sturm der Empörung bei den Hasenfans losbrach.

Wer die Nager nicht mag, bunt gefärbte Eier verabscheut und trotzdem feiern will, ist mit einem Abstecher in die Karibik gut beraten. Auf Barbados wartet man nämlich statt auf den Osterhasen auf den Osterfisch.

Dafür lebt der einzige Hase, der zu Ostern tatsächlich Eier legt, im Wattenmeer. Tausende Fische mit dem Namen „Seehase“ (Cyclopterus lumpus) laichen während der Osterzeit in den flachen Gewässern vor der deutschen Nordseeküste ab.

Nichts mit Nachwuchs wurde es vorerst bei einem italienischen Liebespaar – und zwar wegen einer missglückten Osterüberraschung: In Perugia wollte er vor einigen Jahren auf besonders originelle Weise um die Hand seiner Freundin anhalten – und ließ ein Osterei aus Zartbitter-Schokolade anfertigen. Darin war ein Verlobungsring versteckt. Weil die Freundin aber lieber Milchschokolade mag, tauschte sie das Präsent nichts ahnend gegen ein anderes Schokoei ein – mitsamt dem Ring. So kam es zu einem handfesten Streit, statt des geplanten Heiratsantrags.

Dabei ist die Suche nach Ostereiern nach Ansicht eines deutschen Kulturwissenschafters wichtig für den Zusammenhalt in der modernen Familie. Da die gemeinsame Zeit mit den Kindern immer knapper wird, hat das gemeinsame Versteckspiel für viele eine große Bedeutung. Oft dehnt sich die Suche noch über Wochen nach Ostern aus: Viele sind erstaunt und glücklich, wenn drei Monate später noch ein Marzipan-Ei hinter der Couch auftaucht.

Wo der rot-weiß-rote Osterhase am liebsten seine Eier verbirgt, das hat das Linzer Meinungsforschungsinstitut „market“ herausgefunden: Die Liste der Verstecke reicht vom Garten über Küchengeräte bis zum Klo. Fast die Hälfte setzt aufs Grüne, während in den eigenen vier Wänden das Bett, Kästen, Ofen, aber auch die Waschmaschine und die WC-Muschel – leider in der falschen Reihenfolge – bieten sich für eine intensive Suche an.

Zu so viel Spaß passt, dass 15 Prozent der 20- bis 29-jährigen Deutschen vermuten, zu Ostern würde die Geburt Jesu gefeiert. Neun Prozent meinten wenigstens rundheraus, sie hätten keinerlei Ahnung über den religiösen Hintergrund. Nicht besser die Briten, von denen knapp die Hälfte bei einer Befragung keinen Zusammenhang mit der Auferstehung Jesu herstellen konnten.

Wer keine Familie hat, der kann wenigstens seinen vierbeinigen Freunden etwas gutes tun: Fressnapf Österreich bietet in 61 Filialen individuelle Präsentkörbe für Hunde und Katzen an. Leckerlis, Hundeleinen oder Decken seien „das ideale Geschenk zu besonderen Anlässen wie Ostern, Weihnachten oder zum Geburtstag des Tieres“, so eine Aussendung. Oder wie wäre es mit einer Pfotenputzmaschine für 89,95 Euro? Glücklich und relaxt schlafen Vierbeiner im formstabilen und hygienischen Hundebett „Relaxio VIP Solaris“. Der Preis beträgt 129 Euro.

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