Allergiker werden besser informiert

Schwarzach/VN - Die Prognosemethoden für den Pollenflug werden stetig verbessert.

Nach den kalten Wintertagen steigen die Temperaturen wieder und mit ihnen die Freude auf den Frühling. Leider können viele Menschen die anstehende Blütezeit nicht in vollen Zügen genießen, da sie auf verschiedene Pflanzen allergisch reagieren.

Dass Betroffene so früh wie möglich über den Pollenflug informiertwerden wollen, liegt auf der Hand. Deshalb besteht zwischen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), dem Österreichischen Pollenwarndienst sowie dem Deutschen und Schweizer Wetterdienst eine enge Zusammenarbeit. Ihr Ziel: eine möglichst genaue Vorhersage der Blütezeit und der zu erwartenden Pollenbelastung. „Aktuell stäuben besonders im milderen Westösterreich bereits Hasel und Erle“, berichtet Barbora Stuhl, Pollenexpertin bei der ZAMG.

Neues Prognosemodell

Wegen frühlingshafter Wetterverhältnisse sei bereits in den nächsten Tagen in weiten Teilen Österreichs mit einer ansteigenden Pollen­belastung zu rechnen. Gerade die internationale Zusammenarbeit helfe hierbei, präzisere Prognosen über den Pollenflug zu erstellen. Allergiker können aber insofern aufatmen, als die Prognosemöglichkeiten deutlich verbessert wurden. „Wir haben ein Vorhersagemodell entwickelt, mit welchem wir aufgrund der Temperatur den Blütebeginn der einzelnen Pflanzen berechnen können“, erklärt Pollenexperte Helfried Scheifinger. Mithilfe des Modells wird der europaweite Blühbeginn von Pflanzen berechnet, die allergene Pollen freisetzen.

Lange Pollensaison

Nun kann effektiver abgeschätzt werden, ob es in Österreich durch den Transport von Pollen aus wärmeren Regionen zu Belastungen kommt. Obwohl die unangenehmen Effekte des Pollenfluges wie Niesen und Juckreiz gleich bleiben mögen, so ändern sich deren Verursacher im Monatsrhythmus. Nach Hasel und Erle folgt im April die Birke, ehe es von Mai bis Juli mit den Gräserpollen weitergeht. Erst Mitte September oder sogar erst Anfang Oktober endet die Pollensaison. Währenddessen müssen Allergiker zur Entspannung auf langanhaltende Regenfälle hoffen.

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