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"Alle Fehler wieder machen"

"Man soll mit seinen Fehlern nicht hadern." Das ist ein Rat von Udo Jürgens, der für seine Platten "Es werde Licht" und "Aber bitte mit Sahne I & II" Gold erhielt.

„Aus den Fehlern, die man in seinem Leben macht, lernt man mehr als aus allem, was man richtig macht. Man sollte sich den Fehlern stellen“, sagte der Sänger am Mittwoch vor Journalisten. „Darum würde ich alle Fehler wieder machen – und noch einige mehr“, schmunzelte der 71-Jährige.

Die 2003 erschienene CD „Jetzt oder nie“ war das bereits 50. Studioalbum des Entertainers. Auch dieser Tonträger werde sich bald 20.000 Mal in Österreich verkauft haben und damit demnächst „vergoldet“, ließ die Plattenfirma wissen. Jürgens schätzt solche Auszeichnungen als „Anerkennung der harten Arbeit“, wie er betonte. Das „Edelmetall“ ziert die Wände im Büro des Musikers: „Dort halte ich mich nicht oft auf. Zu Hause würde das zu protzig wirken, dort hänge ich lieber schöne Bilder auf.“

Schaffenskrisen habe auch er gehabt, gestand Jürgens. „Wenn etwas in meinem Leben schief geht, falle ich in depressive Löcher. Aber die sind von sehr kurz Dauer. Ich komme immer automatisch aus dem Tief heraus. Auf diese Wellenbewegung kann ich mich verlassen.“

Stolz ist Jürgens auf sein Publikum: „Ich habe das Wunder vollbracht, Generationen übergreifend Menschen anzusprechen.“ Seine ersten großen Erfolge habe er mit Eigenkompositionen gefeiert, betonte Jürgens. „In den Anfangstagen musste ich ja noch singen, was mir vorgelegt wurde. Alle Versuche, mich auf Freddy Quinn zu trimmen, haben mich damals verunsichert und mir überhaupt nicht gefallen.“

Respekt zollte der 71-Jährige der Presse. „Ich verdanke Journalisten sehr viel, auch wenn mir Leute immer wieder sagen: ’Du armer Kerl, was da schon wieder alles über Dich in der Zeitung steht!’ Unter dem Strich überwiegt das Sachliche den Kitsch.“

Weniger positive Worte fand der „Gold“-Geehrte für allzu seichte Unterhaltung: „Ich bin gegen den so genannten volkstümlichen Schlager. Das ist gar nichts! Höchstens ein Stilbruch, der der echten Volksmusik nur schadet.“

Den Heiligen Abend wird Jürgens zunächst in Düsseldorf bei seiner Tochter verbringen, den Christtag mit seinem Sohn in München. „Wir feiern relativ traditionell mit Weihnachtsbaum und Geschenken. Man bemüht sich immer, es mit den Geschenken nicht zu übertreiben – und tut es dann doch wieder.“

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