Alle 16 Vorarlbergliga-Trainer im Kurzinterview

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Die Vorarlbergliga präsentiert sich erstmals mit 16 Klubs so stark wie noch nie in der Geschichte. Kurz vor dem Saisonstart standen alle Coaches Rede und Antwort.
16 Trainer mit neuen Zielen

Umfrage. Die Meinungen der Vorarlbergliga-Trainer vor dem Saisonstart (Teil II)

Vom Titelanwärter bis ins Niemandsland

Im zweiten Teil der Serie kommen die Trainer zu Wort, welche um den Meistertitel mitspielen werden und mehrere Vereine die im Niemandsland einer eher ruhigen Saison entgegensehen können.

Vorarlbergliga

SW Bregenz

Trainer: Daniel Madlener (bisher): Nach dem Abstieg in den Landesverband haben wir einen bewussten Umbruch vollzogen, aber gerade aus diesem Grund kann es in eine sportlich positive Zukunft gehen. Es herrscht wieder eine Aufbruchsstimmung auf allen Linien. Ich bin überzeugt von der Mannschaft, doch die Vorarlbergliga ist noch ein unbeschriebenes Blatt mit vielen guten Teams. Die Pluspunkte für meine Mannschaft mit Routine und Qualität wird sich im Laufe der Saison herauskristallisieren, aber eine optimale Leistung ist immer durchführbar. Einen attraktiven begeisternden Fußball wollen wir bieten. Ein Großteil der Mannschaft aus dem Vorjahr steht mir auch diesmal zur Verfügung. Große Fortschritte und eine Bereicherung sind die vielen Unter-18-Kicker (Landesmeister), welche dann in die Erste sukzessive eingebaut werden.

 

Hella Dornbirner SV

Trainer: Luggi Reiner (bisher): Im zweiten Anlauf kann es mit dem Meistertitel klappen, wenn meine Mannschaft mehr Konstanz reinbringt. Nach dem Vizemeistertitel und dem Erreichen des Cupfinale sind wir heuer guter Dinge wieder ganz vorne mitzuspielen. Vor allem ist das erfolgreiche Team fast zur Gänze zusammengeblieben. Wenn alles passt, sind wir gerne bereit Platz eins zu schaffen. Allerdings gilt es sich aber als Spitzenklub in der Vorarlbergliga zu bestätigen und etablieren. Das Potenzial ist da, doch die Wahrheit liegt auf dem grünen Rasen. Es gilt auch einen Schritt weiter nach vorne zu machen. Mit Perspektivspieler Philipp Stoss und Adrian Cimpean sind zwei starke Kicker neu im Team und können uns weiterhelfen.  

 

SC Austria Lustenau Amateure

Trainer: Daniel Ernemann (bisher): Der dritte Tabellenplatz aus der letzten Titeljagd ist nur ganz schwer zu verteidigen. Mit Seyfettin Sinan Akdeniz und Tormann Nicolas Mohr haben zwei Amateurspieler den Sprung zu den Profis inklusive Vertrag geschafft. In erster Linie sehen wir uns als Ausbildung für die jungen Talente und den einen oder anderen dann weiter zu bringen. Ab dieser Saison sind hauptsächlich Kicker aus der U-18-Mannschaft für die Fohlentruppe zu sehen. Die Umstellung vom Nachwuchs in die Kampfmannschaft bringt eine anfängliche Quizfrage, wie sie das allgemein umsetzen und verkraften.

 

blum FC Höchst

Trainer: Bernhard Erkinger (bisher): Wir wollen den vierten Endrang aus dem Vorjahr bestätigen, dann wäre das schon sehr schön. Die Mannschaft wurde nochmals verjüngt, bleibt abzuwarten wie schwer der Langzeitausfall von Standardgoalie Mathias Nagel (Kreuzband) schmerzt. Pascal Riebenbauer ist die neue Nummer eins im Tor und bringt viel Qualität mit. Auch mit dem neuen Duo Adem Kum und Dolunay Ücüncü sind mehr Fähigkeiten ins Team gekommen. Torjäger Stefan Prunitsch fehlt wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk, das tut weh. Die Heimmacht im Rheinaustadion ist sehr positiv, dafür müssen wir die Auswärtsschwäche ablegen.

 

Zima FC Langenegg

Trainer: Eric Orie (bisher): Im Vorjahr waren wir der Geheimfavorit, diesmal zählt meine Mannschaft zum engeren Favoritenkreis. Aber von einem möglichen Meistertitel zu sprechen ist viel zu früh. Wollen aber so lange wie möglich ganz vorne mitspielen und der breitere Kader als im Vorjahr lässt dieses Unterfangen auch zu. Mit Krumbach wurde ein Kooperation eingegangen um jungen Talenten die Möglichkeit zu bieten sich bei uns weiterzuentwickeln. Erneut bester Wälderklub zu werden ist auch ein großes Thema.

 

Zimm FC Wolfurt

Trainer: Philipp Eisele/Jürgen Erath (bisher): Seit einem Vierteljahrhundert spielen wir als einziges Team im Ländle in der höchsten Spielklasse des Landes und das soll auch weiterhin so bleiben. Der Verein hat einen Generationswechsel gemacht und wird die jungen Spieler noch mehr forcieren. Größtenteils erhält aber auch der Kader aus der letzten Meisterschaft das Vertrauen, die Neuen sind aber ein großes Versprechen für die Zukunft.

 

Holzbau Sohm FC Alberschwende

Trainer: Goran Sohm-Milovanovic (bisher): Die großen Favoriten ärgern und lästig tun. Meine Mannschaft hat auch die Qualität, wenn wir endlich von Langzeitverletzungen verschont bleiben, einen Rang zwischen fünf und sieben zu erreichen. Nur vier Auswertige sind im Aufgebot, Kader ist gut bestückt mit fast 90 Prozent an Eigenbaus und eine eingespielte Truppe. Für mich ist es schon die zehnte Saison als Coach der Wälder.  

 

FC RW Rankweil

Trainer: Eric Regtop (bisher): Endlich einmal mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben. Zwei Saisonen in Folge geisterte auf der Gastra der Überlebenskampf herum. Doch das bärenstarke Frühjahr und die nun eingespielte Truppe gibt Hoffnung auf einen gesicherten Mittelfeldplatz. Mit wunderschönen, attraktiven Heimspielen wollen wir den treuen Anhang wieder ins Stadion locken. Der Konkurrenzkampf um das Stammleibchen ist voll entbrannt. Die Weiterentwicklung ist voll im Gang.

Umfrage. Die Meinungen der Vorarlbergliga-Trainer vor dem Saisonstart (Teil I)

Vom Klassenerhalt bis zum gesicherten Mittelfeldplatz

Es geht los! Zwei Wochen früher als sonst startet die neugeschaffene Vorarlbergliga mit 16 Klubs und als letztes österreichisches Bundesland hat das Ländle nun genau gleich viel Teams in der höchsten Spielklasse des Landes wie die anderen nationalen Landesverbände. Im ersten Teil der Serie kommen die Trainer zu Wort, welche keine für einen eventuellen Aufstieg oder Podestplatz ihr Saisonziel kundgetan haben.    

Vorarlbergliga

SC Röfix Röthis

Trainer: Philipp Schwarz (neu): In Röthis wurde der Generationswechsel und Umbruch vollzogen. Die Routiniers sind weg, aber ein guter breiter Kader mit vielen jungen, talentierten Kickern steht mir zur Verfügung. Sie haben alle einiges an Potenzial und im Laufe des Herbstdurchganges kann für die Zukunft was sehr Positives entstehen. Eine neue Mannschaft muss geformt werden, ein einstelliger Tabellenplatz wird angestrebt.

 

Admira Dornbirn

Trainer: Herwig Klocker (bisher): Knapp 90 Prozent aller Kaderspieler sind von Dornbirner Klubs und auch Eigenbaus. Wir wollen unbedingt in der Vorarlbergliga bleiben, die Plattform bietet für die Jugend einfach sehr viel. In den letzten drei Jahren kämpften wir gegen den Abstieg und das soll endlich der Vergangenheit angehören.Mit Stefan Gasovic und Jeremy Thurnher hat man mehr Qualität im Kollektiv.

 

Simeoni Metallbau FC Andelsbuch

Trainer: Stipo Palinic (bisher): Mit Herz, Leidenschaft und Unbekümmertheit wollen meine Jungs Fußball spielen. Die Qualität passt und die guten Einzelspieler vor allem in der Offensive sollen zum einstelligen Tabellenplatz die Garanten sein. Der Ausfall von Kapitän Rene von der Thannen (Meniskus-OP) schmerzt sehr. Junge Spieler an das Niveau der höchsten Spielklasse des Landes heranführen ist ein Schwerpunkt.

 

Kaufmann Bausysteme FC Bizau

Trainer: Hakan Karaosman (bisher): Wenn wir einen Top-Fünfplatz erreichen würden, wäre das eine Riesensache. Wir wollen längerfristig eine schlagkräftige Mannschaft für die Vorarlbergliga auf die Beine stellen und haben dahingehend die Kaderzusammenstellung ausgerichtet. Richtungsweisend sind die ersten beiden Heimspiele gegen Wolfurt und Langenegg. Wir haben aber das Potenzial um vorne mitzuspielen. Benjamin Sohler und Patrick Fink duellieren sich um die Nummer eins zwischen den Pfosten. Wollen wieder ein Topklub in der V-Liga werden.

 

FC Brauerei Egg

Trainer: Spielertrainer Jürgen Patocka (bisher): Wir haben nicht die Kadergröße um mit den Spitzenteams mitzuhalten. Ein Platz zwischen fünf und sieben ist möglich, aber es wird schwer genug. Ein Podium ist für uns utopisch, müssen einfach realistisch sein. Ein guter Start wäre für uns wichtig. Ein moderner Offensivfußball wollen wir dem treuen Anhang bieten. An der Vereinsphilosophie mit vier Auswärtigen und Rest an Eigenbau führt in Egg kein Weg vorbei. Mit Harald Unverdorben und Murad Gerdi hat Egg zwei Exprofis in die Junkerau geholt und an Qualität dazugewonnen.

 

FC Intemann Lauterach

Meister Landesliga

Trainer: Thomas Bayr (bisher): Als Aufsteiger kann das Ziel eigentlich nur Verbleib heißen und ein guter Mittelfeldplatz soll geschaffen werden. Die vorhandene Qualität reicht allemal dafür aus. Durch die vielen Neuzugänge habe ich mehr Varianten in der Startaufstellung zur Auswahl. Der Klub will sich längerfristig in der Vorarlbergliga etablieren und wird dafür alles unternehmen. Die Hausaufgaben in der Kaderzusammenstellung wurden gemacht. Die Wahrheit liegt aber auf dem Rasen.

 

FC Nenzing

Aufsteiger Landesliga

Trainer: Markus Grass (bisher): Primär steht der Klassenerhalt im Vordergrund. Die Kadergröße ist nicht sehr groß und es dürfen keine Sperren und Verletzungen passieren. Mit guten Einzelspielern ist aber auch ein einstelliger Tabellenplatz drin. Mit Rochus Schallert steht zum Saisonstart nur eine echte Sturmspitze zur Verfügung, Dominik Fessler plagen noch muskuläre Probleme. Zwei Routiniers Michael Vonbrül und Bozo Jevic sollen für mehr Stabilität in der Defensive sorgen. Die Auslosung ist nicht optimal: In den ersten vier Spielen treffen wir auf die drei Topfavoriten Bregenz, Langenegg und Dornbirner SV. Das ist eine echte Bewährungsprobe für uns als Neuling.

 

Bike Puchmayr FC Kennelbach

Aufsteiger Landesliga

Trainer: Dominik Visintainer (neu): Die Mannschaft ist zweimal in Folge aufgestiegen. Jetzt gilt primär der Klassenerhalt als oberstes Gebot. Mit bescheidenen finanziellen Mitteln starten wir in die Saison. Wir sind aber eine eingespielte Truppe, der Heimvorteil auf dem kleinen, engen Hauptspielfeld und die vorhandene Qualität sind aber Pluspunkte für die oberste Zielsetzung. Wir können auch die Topklubs in der V-Liga ärgern, in der Vorbereitung hat mein neues Team das schon mehrfach unter Beweis gestellt. Comebacker Baris Özcan ist eine weitere gute Option bei Standards.

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