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Alex Wurz hält sich bedeckt

Ferrari hat das Saisonfinale in der Formel 1 auch sportlich wieder ein wenig spannender gemacht. Alex Wurz gibt seine Zukunfts-Entscheidung nicht vor dem Japan-GP bekannt.

Kimi Räikkönen liegt nach seinem vierten Saisonsieg in Spa-Francorchamps vor den drei abschließenden Rennen nur noch 13 Punkte hinter WM-Leader Lewis Hamilton. “Die Weltmeisterschaft ist sehr offen. Auch Ferrari hat noch Chancen”, meinte Titelverteidiger Fernando Alonso, dem nach Platz drei in Spa nur noch zwei Punkte auf seinen McLaren-Teamkollegen fehlen.

Entscheidend dürfte erneut die Charakteristik der Strecken sein. Hatte McLaren noch in der Vorwoche in Monza dominiert, so war Ferrari davor in der Türkei und nun auch in Belgien deutlich überlegen. Die neue Strecke in Fuji (Japan) dürfte eher McLaren entgegenkommen, die Kurse in China und Brasilien eher Ferrari. Dennoch meinte der dreifache Weltmeister Niki Lauda: “Ferrari kann die Fahrer-WM nicht mehr gewinnen.” Der Rückstand sei zu groß.

Doch in Spa wäre es beinahe zu einer kontroversen Fortsetzung der McLaren-Stallrivalität gekommen. Alonso hatte Hamilton in der ersten Kurve von der Strecke gedrängt. “Das kann man sicher auch anders machen”, kommentierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Hamilton unterstellte dem Doppelweltmeister Absicht. “Er hat gewusst, dass ich da bin”, versicherte der 22-jährige Engländer. Großer Gewinner einer Kollision der beiden WM-Rivalen in den ausständigen drei Übersee-Rennen wäre Ferrari.

Wurz gibt Zukunfts-Entscheidung nicht vor Japan-GP bekannt
Die Entscheidung dürfte längst gefallen sein, doch Alexander Wurz lässt sich nicht in die Karten blicken. Selbst nach einem frustrierenden Wochenende in Spa, das am Sonntag mit einem Ausfall wegen technischer Probleme geendet hatte, wirkte Wurz locker bis gelöst. Mehrere Optionen stehen für 2008 im Raum – darunter eine Vertragsverlängerung bei Williams, ein Wechsel zum neuen Team Prodrive und sogar ein Rücktritt als Fahrer aus der Formel 1. Wurz will seine Entscheidung allerdings nicht vor dem kommenden Grand Prix in zwei Wochen in Fuji in Japan bekannt geben.

McLaren erwägt Verzicht auf Berufung gegen FIA-Urteile
Im Endspurt der Formel-1-Saison wollen sich die McLaren-Mercedes-Verantwortlichen auf den Sport konzentrieren und den Spionage-Skandal offenbar zu den Akten legen. Vieles deutet darauf hin, dass auf einen Einspruch gegen die Rekord-Strafe von Paris verzichtet wird. “Wir müssen noch überlegen, was wir mit der Berufung machen. Aber wir sind eigentlich eher geneigt, die Sache ruhen zu lassen. Das wäre wohl das Beste für die Formel 1”, sagte Teamchef Ron Dennis nach dem Großen Preis von Belgien. Die Anwälte wägen akribisch das Für und Wider einer weiteren Gerichtsrunde ab. Bis spätestens Mittwoch muss man sich entscheiden.

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