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Alberschwende: Umfahrungsvarianten vorgestellt

Zahlreiche Konzepte wurden erarbeitet
Zahlreiche Konzepte wurden erarbeitet
Alberschwende – Im Rahmen einer Informationsveranstaltung Mittwochabend in Alberschwende wurden Entwürfe zu den Umfahrungsvarianten vorgestellt. Die Bürger konnten sich über sechs Varianten informieren.
Die Pläne im Detail

Vor mehr als 20 Jahren gab es in der Vorarlberger Gemeinde Alberschwende einen Planungsprozess mit großer Bürgerbeteiligung zur Ortsentwicklung mit Schwerpunkt Verkehr. Der Prozess wurde jedoch nicht abgeschlossen und die wichtigsten Ergebnisse hinsichtlich der Entlastung vom Durchgangsverkehr, die bis dahin vorlagen, nie umgesetzt. Der Achraintunnel und der Bevölkerungszuwachs im Bregenzerwald haben in den letzten Jahren noch mehr Verkehr in die Gemeinde gebracht. Die Verkehrsbelastungen an der L200 stehen nun wieder an der Tagesordnung.

Der Planungsprozess

Der Prozess zur Verkehrslösung Alberschwende baut auf dem Verkehrskonzept für den gesamten Bregenzerwald aus dem Jahr 2010 auf. Die Gemeinde hat außerdem im Jahr 2014 einen Ortsentwicklungsprozess begonnen und beabsichtigt, das Zentrum von Alberschwende zu stärken und auch baulich weiterzuentwickeln.  Gemeinde Alberschwende und Land Vorarlberg haben im Jahr 2015 ein Planungsteam beauftragt, in einem einjährigen Prozess gemeinsam mit den Beteiligten und den Bürgern an einer Verkehrslösung zu arbeiten. Die Planungsgruppe hat Varianten für eine Ortsumfahrung entwickelt und auch Gestaltungsideen für den Ortskern und Planungsvorgaben und Maßnahmen für die Kreuzung Müselbach erarbeitet.

Umfahrungsvarianten und ihre Wirkungen

Aus den ursprünglich zwölf Varianten und Untervarianten sind letztendlich sechs Varianten plus Untervarianten verblieben, deren Verkehrsbelastungen sowie deren Raum- und Umweltwirkungen bei der Bürgerversammlung am 14. September präsentiert wurden. Die Varianten sehen eine Ausführung zu einem Großteil in Tunnellagen oder als Unterflurtrassen vor. Untersuchungen mittels Verkehrsmodell haben gezeigt, dass alle untersuchten Varianten sehr ähnliche verkehrliche Entlastungswirkungen haben – nämlich etwa minus 11.000 Kfz/24h (minus 70-80 Prozent), bezogen auf den Werktagsverkehr 2015. Das bedeutet, dass auf der alten L200 statt heute etwa 14.000 Kfz/24h dann 3.000 bis 4.000 Kfz/24h verbleiben würden.

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Empfehlung: Von sechs auf drei

Die Verkehrsplaner empfehlen für die nächsten Schritte vertiefte Untersuchungen in drei Korridoren im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung.

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Eine Umfahrung Alberschwende als neuer Landesstraßen-Abschnitt muss ins Vorarlberger Landesstraßengesetz aufgenommen werden und den Planungszielen entsprechen. Dafür ist eine Strategische Umweltprüfung gesetzlich vorgeschrieben.

Ideen für den Ortskern

Der Ortskern von Alberschwende leidet seit langem an der hohen Verkehrsbelastung. Die Alberschwender wünschen sich im Zentrum mehr Gastronomie, mehr Aufenthaltsflächen für Alt und Jung und eine attraktive Gestaltung. Die Planungsgruppe präsentierte bei der Bürgerversammlung erste Ideen für den Ortskern.

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Maßnahmen für die Kreuzung Müselbach

Die Kreuzung Müselbach ist ein Unfallhäufungspunkt – die Müselbacher Bevölkerung fordert seit langem Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Am Knoten Müselbach haben daher im Mai und im Juni sowohl Geschwindigkeitsmessungen durch das Amt der Vorarlberger Landesregierung als auch Videoaufzeichnungen der Querungssituationen der Fußgängerinnen und Fußgänger stattgefunden. Rund 56 Prozent der Lenkerinnen und Lenker fahren über deutlich 60 km/h. Der Richtwert für die Anlage von Schutzwegen bei Kreuzungen ohne Ampel liegt bei 55 km/h. Die Verkehrsplane schlagen daher als Sofortmaßnahme eine Verordnung von Tempo 50 vor. In einer zweiten Stufe soll der Umbau der Kreuzung und die Sanierung der Unfallhäufungsstelle rasch in Angriff genommen werden. Dazu liegen sechs Varianten und eine Empfehlung der Planer vor.

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Wie geht es weiter?

Die vorliegenden drei Korridore und deren Trassenvarianten sollen nunmehr weiterverfolgt werden. Die Rückmeldungen der BürgerInnen werden zusammengefasst, reflektiert und in der nächsten Planungsgruppensitzung im Oktober konkret behandelt.

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