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Al-Kaida veröffentlicht zweite Erklärung

Angesichts der Proteste der jordanischen Bevölkerung hat die Terrororganisation Al-Kaida im Irak eine zweite Erklärung zu den Bombenanschlägen von Amman veröffentlicht.

Al-Kaida wolle Muslimen einen Teil der Gründe erklären, „warum heilige Krieger diese Höhlen angriffen“, hieß es in der Stellungnahme, die am Donnerstagabend im Internet erschien. Die Organisation habe erst zugeschlagen, als sie sicher gewesen sei, dass die Hotels Zentren des Kriegs gegen den Islam seien.

Die Hotels unterstützten die Präsenz „der Kreuzfahrer“ im Irak und auf der arabischen Halbinsel und der Juden im Land Palästina, hieß es in der Erklärung. In ihnen seien Geheimdienstorgane der Amerikaner, Israelis und einiger westlicher Staaten „in unsichtbaren Schlachten im so genannten Kampf gegen den Terrorismus“ tätig gewesen. Auch die NATO habe die drei Hotels genutzt. Für die Zukunft kündigte Al-Kaida im Irak Anschläge mit noch katastrophaleren Folgen an. Die Organisation werde nicht zögern, Orte anzugreifen, an denen sich westliche Ausländer und Israelis aufhielten. Die meisten der Toten bei den Anschlägen waren Araber.

In Amman und anderen jordanischen Städten folgten hunderte Menschen einem Aufruf der Gewerkschaften und demonstrierten gegen die Anschläge und den Anführer der Al-Kaida im Irak, Abu Mussab al-Zarqawi. Am (heutigen) Freitag rechneten die Behörden mit weiteren Protestaktionen. UNO-Generalsekretär Kofi Annan wollte den jordanischen König Abdullah II. treffen.

Unter den Todesopfern war auch Moustapha Akkad, der in Syrien geborene Regisseur der „Halloween“-Filme. Der 74-Jährige erlag am Freitag seinen schweren Verletzungen, die er bei den Anschlägen erlitten hatte, wie ein Krankenhaus erklärte. Auch seine Tochter Rima Akkad Monla wurde getötet.

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