Al Kaida droht USA

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Die Extremistengruppe Al Kaida hat die Muslime weltweit zum Kampf gegen die USA und ihre Verbündeten aufgerufen und dabei besonders Pakistan ins Visier genommen.

Al-Kaida-Chef Osama bin Laden werde Pakistan und seinem Präsidenten Pervez Musharraf den Krieg erklären, kündigten die Islamisten an.

Bin Ladens Stellvertreter Ayman al-Zawahri forderte in einem Video Rache für den Sturm der pakistanischen Sicherheitskräfte auf die Rote Moschee in Islamabad. Dabei war im Sommer der den Taliban nahestehende Prediger Abdul Rashid Ghazi und mindestens 75 seiner Anhänger getötet wurden.

“Islamische Nation erhebe dich unter dem siegreichen Banner des Propheten gegen die Kreuzfahrerflagge von (US-Präsident George W.) Bush”, erklärte Zawahri in dem am Donnerstag veröffentlichten Video. Er hob die Aufstände verbündeter Gruppen in Afghanistan, Nordafrika, Somalia, Tschetschenien und im Irak hervor. Die pakistanische Armee habe mit dem Sturm auf die Rote Moschee Schande über sich gebracht. Diese könne nur “mit Vergeltung gegen die Mörder von Abdul Rashid Ghazi und seine Schüler reingewaschen werden”.

Nahezu zeitgleich mit dem Erscheinen des Zawahri-Videos kündigten die Islamisten eine neue Botschaft Bin Ladens mit einer Kriegserklärung an Musharraf und die pakistanische Armee an. Bin Laden hatte sich vorige Woche mit zwei Botschaften zum sechsten Jahrestag der Anschläge vom 11. September in den USA zu Wort gemeldet. Darin erklärte der Al-Kaida-Chef die westliche Führungsmacht für verwundbar und pries die Attentäter.

Pakistan ist ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Der unwegsame Nordwesten des asiatischen Landes gilt als Hochburg pakistanischer Islamisten sowie aus Afghanistan vertriebener Kämpfer der Al-Kaida und der Taliban. Auch Bin Laden und Zawahri werden im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet vermutet.

Der auch wegen innenpolitischer Konflikte unter Druck stehende Musharraf will sich am 6. Oktober im Amt bestätigen lassen. An diesem Tag würden Parlament und Provinzversammlungen zur Wahl des Staatschefs zusammenkommen, sagte ein Sprecher der Wahlkommission. Allerdings beschäftigt der Plan wegen Musharrafs Doppelfunktion als Präsident und Armeechef derzeit noch das Verfassungsgericht. Der Anwalt des Präsidenten hatte den Richtern am Dienstag zugesichert, Musharraf werde das Kommando über die Streitkräfte „bald nach der Abstimmung und vor der Vereidigung“ niederlegen.

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