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Al-Kaida: Angriffe möglicherweise im Internet

Das Terrornetzwerk Al Kaida hat möglicherweise Ende Mai auf einer Internetseite einen Befehl auf Arabisch zu den Anschlägen in London bekannt gegeben.

Wie die spanische Zeitung „El Mundo“ am Montag berichtete, wiesen die spanischen Geheimdienste ihre britischen Kollegen am Samstag auf eine Internetbotschaft vom 29. Mai hin, die auf Arabisch zu einem Attentat aufruft. Wie ein nach den Londoner Anschlägen im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben sei es von der Europa-Division der Brigaden Abu Hafs al-Masri unterzeichnet.

In dem Text heißt es: „Das wahre Gesicht des ungläubigen Kreuzfahrers ist in Erscheinung getreten. Wir laden die Mujaheddin der Welt inständig ein, nach dem Krieg der Ungläubigen und den Schändungen des Koran mit dem erwarteten Angriff zu beginnen.“ Die spanischen Dienste gehen laut „El Mundo“ davon aus, dass die Formulierung „erwarteter Angriff“ mit den Londoner Anschlägen in Verbindung steht. Dem britischen Geheimdienst MI5 sei am Samstag eine Kopie des Textes übermittelt worden.

Die Gruppe Brigaden Abu Hafs al-Masri hatte sich schon zu den Attentaten in Madrid im März 2004 bekannt, bei denen 191 Menschen starben. Auch die Verantwortung für die Anschläge auf zwei Synagogen in Istanbul im November 2003 mit 25 Toten und auf den UNO-Sitz in Bagdad im August desselben Jahres hatte sie übernommen.

Ob die Brigaden tatsächlich im Namen des Al-Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden handeln, ist allerdings umstritten. Die Echtheit des Bekennerschreibens zu London konnte zunächst nicht überprüft werden. Seit den Anschlägen von Madrid sichtet der spanische Geheimdienst CNI laut „El Mundo“ alle Erklärungen der Gruppe.

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