Aktion Demenz: Das Herz wird nicht dement

Aktion Demenz: Das Herz wird nicht dement
Aktion Demenz: Das Herz wird nicht dement ©SL
Frühstücksgruß als Wertschätzung und Dank für pflegende Angehörige am 23. und 24. April

Die Bedeutung der Pflege zu Hause kann gar nicht genug betont werden. Die meisten Menschen wünschen sich, im Alter daheim bleiben zu dürfen, selbst wenn sie nicht mehr alleine zurechtkommen würden. In den Modellgemeinden der Aktion Demenz ist man sich dieser wertvollen Leistung von Ehepartner*innen und anderen Angehörigen sehr bewusst – vor allem für Menschen mit Demenz ist der Verbleib in der vertrauten Umgebung möglichst lange von besonderer Bedeutung.

Für Betroffene ist es wichtig, dass sie Angehörige, Lebenspartner oder andere Menschen an ihrer Seite haben, die sie im täglichen Leben praktisch und emotional so gut wie möglich unterstützen. Rund 80 % der Menschen mit Demenz werden über lange Jahre zu Hause von der Familie betreut und gepflegt, 24 Stunden, an sieben Tagen in der Woche über das ganze Jahr.

Täglich und rund um die Uhr, mit viel Herz und persönlichem Engagement leisten die Familienmitglieder und Angehörigen unbezahlbare Arbeit. Die häusliche Betreuung ist nicht selbstverständlich, sie verdient Anerkennung, Respekt und Unterstützung. Oft ist die persönliche Situation belastend, alles hängt meist von einer Person ab, die mit Pflege, Betreuung, Koordination und Organisation die Grenzen des Möglichen erreicht.

In den 27 Gemeinden, in denen im April 2022 bereits zum dritten Mal die Frühstücksaktion angeboten wurde, leben insgesamt rund 900 Familien mit Pflegebedarf zu Hause.

Die Aktion Demenz ist gemeinsam mit 51 Gemeinden in Vorarlberg seit über dem Jahr 2008 aktiv, um das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu stärken. Diese Gemeinschaftsaktion der beteiligten Gemeinden soll für den wertvollen Beitrag sensibilisieren, den die pflegenden Angehörigen für ihre Nächsten und auch für die ganze Gesellschaft leisten.

Die Brötchen vom Bäcker sind vielleicht nur eine kleine Geste, sollen aber die Wertschätzung ausdrücken, die pflegenden Angehörigen entgegengebracht wird und das Bewusstsein für die Thematik stärken.

Zahlreiche Ehrenamtliche machten sich daher zum Dank am 23. und 24. April auf den Weg, um die pflegenden Angehörigen mit einem Frühstücksgruß zu beliefern. Die frischen Brötchen wurden coronakonform an der Haustüre übergeben.

Am 24.04.22 beteiligte sich auch der Sozialsprengel Leiblachtal bei der Vorzeigeaktion. Nach dem frühen Treffpunkt in den neuen Räumlichkeiten im Salvatorkolleg und dem Verpacken der Frühstücksgrüße wurden schon kurz nach 8 Uhr die ersten Familien besucht. An rund 80 Personen wurden die frischen Brötchen in Frühstückstaschen verteilt und der Dank persönlich überbracht.

Im Leiblachtal waren Frederike Wittwer (Mohi Leiblachtal, Verteilung in Möggers und Eichenberg), Wesna Reiner (Verwaltung, Verteilung in Hörbranz), Stefanie Geri (Sozialarbeiterin und Leitung Familienhilfe, Verteilung in Hohenweiler), Jasminka Ibrisimovic (Mitarbeiterin in der TBL, Verteilung in Lochau Süd) und Sabine Moosbrugger (Leitung TBL/CM/ Aktion Demenz, Verteilung in Lochau) unterwegs, um an diesem Sonntag zu einem gemütlichen Frühstück daheim beizutragen.

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