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AK fordert Bewilligungspflicht für Baugrund-Kauf

Es gebe gute Möglichkeiten die Kostenexplosion einzubremsen.
Es gebe gute Möglichkeiten die Kostenexplosion einzubremsen. ©Alfare/vn
Diese Bewilligung solle nur erteilt werden, wenn direkter Wohnbedarf nachgewiesen werden könne.

Die Arbeiterkammer Vorarlberg (AK) fordert angesichts einer "dramatischen Lage" am Grundstücks- und Wohnimmobilienmarkt eine Bewilligungspflicht für den Erwerb von Baugrund. Zudem verlangte AK-Direktor Rainer Keckeis die Besteuerung von Umwidmungen in Höhe von mindestens 30 Prozent. Diese Mittel gelte es dem sozialen Wohnbau zuzuführen, so Keckeis.

Kostenexplosion einbremsen

Eigentum könnten sich nur noch Reiche leisten, obwohl es gute Möglichkeiten gebe, die Kostenexplosion einzubremsen, sagte Keckeis. Jüngere kämen nicht einmal mehr in die Nähe von leistbaren eigenen vier Wänden. Es sei die Politik gefordert, mit strengen Vorgaben Spekulanten und Preistreibern Einhalt zu gebieten. "Während die Arbeitnehmereinkommen in den letzten 25 Jahren real nur ganz schwach gestiegen sind, haben sich die Grund- und Immobilienpreise enorm erhöht", stellte Keckeis fest. Dass einzelne private Investoren in wenigen Jahren Hunderttausende Quadratmeter Baugrund in Vorarlberg hätten erwerben können, sei ein Versäumnis der Politik.

In Bezug auf eine Abschöpfung der Umwidmungsgewinne in Höhe von mindestens dreißig Prozent verwies Keckeis auf das Beispiel Schweiz, wo "dieser Planungsmehrwert" bereits erhoben werde. Wird Grünland in Bauland umgewidmet, steige der Wert eines Grundstücks im Durchschnitt um das 26-Fache. Laut Keckeis werden in Österreich pro Sekunde eineinhalb Quadratmeter Grünland in Bauland umgewidmet. Vorarlberg habe allein von 2017 bis 2019 rund 510 Hektar an Naturfläche verbraucht.

(APA)

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