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AK: Bei Privatkrediten wird schärfer geprüft

Der Kredithahn für Verbraucher ist nicht zu, es werde aber verschärft geprüft.

“Die Banken gehen auf Nummer sicher”, betonte der Leiter der Abteilung für Konsumentenpolitik in der Arbeiterkammer (AK), Harald Glatz, am Freitag bei einer Pressekonferenz. Es gebe Kredite, aber nur gegen ausreichende Sicherheiten. Gern gesehen seien Lebensversicherungen, Sparbücher oder Bausparverträge. Die Bonität werde genauer geprüft als früher.

Die AK hat bei neun Großbanken in Wien im Februar Angebote für einen 10.000-Euro-Privatkredit mit 5-jähriger Laufzeit eingeholt. Dabei wurden große Zinsunterschiede von 3,99 bis 11 Prozent festgestellt, wobei die Zinsen meist bonitätsabhängig waren. Sehr genau gefragt werden bei den Instituten die Sicherheiten. Bei Fragen zum persönlichen Einkommen, gibt es oft die Zusatzfrage nach der Beschäftigungsdauer oder ob der Ehepartner ein Einkommen hat. Unterschiedlich hoch sind auch die Kontoführungsgebühren für das Kreditverrechnungskonto. Diese gehen von 5,49 bis 16,08 Euro pro Quartal. Und auch die Bearbeitungsgebühr, die einmalig 2 bis 4 Prozent von der Kreditsumme ausmacht, ist laut AK-Recherche verhandelbar.

Sorgen haben Konsumenten auch mit ihren Fremdwährungskrediten, so Glatz. Banken versuchen zum Beispiel, die gestiegenen Kosten in der Devisenbeschaffung auf ihre Kunden abzuwälzen, kritisiert der Konsumentenschützer. So werde von manchen Banken eine neue Gebühr für Devisenbeschaffungskosten von ein bis zwei Prozent der Kreditsumme als “Liquiditätsaufschlag” verlangt.

Generell gebe es nach wie vor die üblichen Probleme bei Krediten, etwa nicht gleich ersichtliche Nebenkosten, undurchsichtige Angaben in den Kreditverträgen”, sagte Glatz. Daher fordert die AK klarere und bessere Informationen und mehr Sicherheit.

Die vierteljährliche Umfrage der Europäischen Zentralbank zur Vergabe von Krediten durch die Banken der Eurozone habe gezeigt, dass sich die Kreditbedingungen für Haushalte sowohl bei der Finanzierung von Immobilien als auch bei Konsumkrediten verschlechtert habe, betonte Glatz. Die Mehrzahl der Banken rechnet für das erste Quartal 2009 mit einer weiter rückgängigen Nachfrage nach Krediten. Gründe dafür seien verschlechtertes Verbrauchervertrauen und geringerer Finanzierungsbedarf für langlebige Konsumgüter.

Kreditnehmern rät die Arbeiterkammer, vor Abschluss eines Privatkredites Zinsen und Spesen zu verhandeln. Privatkredite mit günstigen Fixzinsen, zum Beispiel auf ein Jahr, können zur Zinsfalle werden, wenn der variable Zinssatz nach Auslaufen der Fixzinsperiode in die Höhe springt, warnt die AK. Das könne passieren, wenn der sogenannte Aufschlag (zwischen 2 und 3,5 Prozent) beim variablen Zins vor Vertragsabschluss nicht verhandelt wurde.

Zu vermeiden seien unbestimmte Kostenangaben im Kreditvertrag wie “Spesen gemäß Aushang”. Beachtet werden sollten auch die Nebenspesen, die, so die AK, “beträchtlich” sein können.

Kreditnehmer sollten unbedingt schriftliche Kreditangebote verlangen, um diese besser vergleichen zu können. Das Bankwesengesetz sieht nämlich vor, dass dem Kreditnehmer ein Vertragsmuster auf Verlangen ausgehändigt werden muss.

Vorsicht sei auch bei Versicherungsverträge geboten. Bestehende Lebensversicherungen können in die Finanzierung eingebracht werden, Neuabschlüsse sind daher nicht immer notwendig.

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