Airbus will mit neuem A350 durchstarten

Der europäische Flugzeughersteller Airbus will nach der Kritik der vergangenen Monate mit einer verbesserten Version seines Hoffnungsträgers A350 neu durchstarten.

Der neue Airbus-Chef Christian Streiff stellte am Montag auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough eine stark überarbeitete Fassung des mittelgroßen Langstreckenflugzeugs vor.

Bei seinem derzeit wichtigsten Projekt, dem Super-Airbus A380, will der Konzern mit Hochdruck an der Mängelbeseitigung arbeiten. Inzwischen räumte auch Konkurrent Boeing bei der Entwicklung seines Zukunftsprojekts 787 „Dreamliner“ Probleme ein.

Streiff sparte bei seinem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit nicht mit Kritik am eigenen Unternehmen. Der Konzern befinde sich infolge der Probleme bei den beiden Großprojekten derzeit in einer „schweren Krise“. „Wir müssen lernen, unsere schlechten Gewohnheiten loszuwerden“, sagte der Franzose, der Anfang Juli die Nachfolge des Deutschen Gustav Humbert angetreten hatte. Airbus hatte sich zuletzt vorhalten lassen müssen, zu wenig auf die Wünsche der Kundschaft zu hören.

Die Kritik am bisherigen A350 nahm der Konzern nun zum Anlass, eine stark veränderte Version zu präsentieren. Die A350-XWB (Extra Wide Body) mit Platz für 270 bis 350 Passagiere hat einen breiteren Rumpf. Außerdem soll es zu den bisher zwei Varianten eine dritte, größere geben. Auf diese Weise will Airbus besser mit den Boeing- Modellen 777 und 787 konkurrieren können. Programmstart soll im Oktober sein. Der Erstflug ist für Mitte 2011 geplant.

Boeing wiederum will den Zeitplan für den Erstflug des „Dreamliners“ 2007 und die Auslieferung 2008 halten, obwohl es ebenfalls Probleme gibt. Boeing hatte Schwierigkeiten unter anderem bei Tests von neuen Herstellungsverfahren für den 787-Rumpf eingeräumt.

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