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Airbus-Unglück: Zu spät aufgesetzt

Die Bruchlandung einer Air-France-Maschine im kanadischen Toronto ist nach Angaben eines leitenden Ermittlers auf das zu späte Aufsetzen des Flugzeugs auf der regennassen Landebahn zurückzuführen.

Der Airbus A 340 habe erst rund 1.200 Meter hinter dem Beginn der Landebahn aufgesetzt, sagte der kanadische Chefermittler Real Levasseur am Sonntag vor Journalisten.

Der Kopilot, der zu jener Zeit die Kontrolle über das Flugzeug gehabt habe, habe deshalb nur rund 1.800 Meter Platz zum Bremsen gehabt. Unter normalen Bedingungen wäre diese Distanz ausreichend gewesen, zumal das Flugzeug nur wenig mehr als die vorgeschriebene Landegeschwindigkeit von 140 Knoten gehabt habe. Wegen der nassen Landebahn sei die Bremswirkung jedoch verspätet eingetreten. „Meiner Einschätzung nach war ein rechtzeitiges Bremsen unmöglich“, sagte Levasseur.

Seinen Angaben zufolge befragten die Ermittler bei ihrer Suche nach der Unglücksursache inzwischen auch den bei der Bruchlandung schwer verletzten Piloten und seinen Kopiloten. Beide hätten den Ermittlern „offen und ehrlich“ geantwortet, betonte er.

Die Air-France-Maschine hatte am Dienstag während eines Unwetters in Toronto aufgesetzt, war dann aber 200 Meter über die Landebahn hinausgeschossen, auseinander gebrochen und hatte Feuer gefangen. Alle 309 Insassen konnten sich wie durch ein Wunder aus der Unglücksmaschine retten, 43 Menschen wurden verletzt.

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