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Airbus-Militärtransporter A400M gerettet

Die Zukunft des Airbus-Militärtransporters A400M ist gerettet.
Der A400M in Bildern
Käuferstaaten einigten sich

Die sieben Käuferstaaten und die Airbus-Mutter EADS haben sich geeinigt, wie die Zusatzkosten aufgeteilt werden. Dies sagte am Freitag ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur DAPD in Berlin. Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Deutschland hat 60 von insgesamt 180 Maschinen bestellt.

EADS und die Regierungen von Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Spanien und der Türkei konnten sich monatelang nicht auf die Aufteilung der Sonderkosten von mindestens 5,2 Milliarden Euro einigen. Verzögerungen um rund vier Jahre, Sonderwünsche der Kunden und Managementfehler haben das einstige Prestigeprojekt an den Rand des Scheiterns gebracht. Ursprünglich waren 20 Milliarden Euro Kosten veranschlagt.

EADS wollte, dass die beteiligten Staaten einen Großteil der Zusatzkosten übernehmen. Unter anderem der deutschen Regierung war dies zu viel. Nach Angaben Berlins waren die beteiligten Staaten zuletzt bereit, zwei Milliarden Euro zu schultern.

Airbus-Chef Thomas Enders hatte mehrfach mit dem Scheitern gedroht. EADS drängte die Regierungen zu einer baldigen Entscheidung. Falls nicht, werde der Konzern Geld, Personal und Ausrüstung von dem Projekt abziehen und anderen Aufgaben zukommen lassen. Dies wäre ein herber Rückschlag für die europäische Rüstungsindustrie und ein massiver Imageverlust für Airbus gewesen gewesen.

Und die europäischen Luftwaffen sind dringend auf die Neuentwicklung angewiesen. Im Dezember startete der A400M mit rund dreijähriger Verspätung zu seinem Jungfernflug, bei dem es aber auch zu technischen Pannen gekommen war. Der Transporter ist mit den bisher leistungsstärksten Turboprop-Triebwerken ausgerüstet und soll doppelt so viel Ladung schneller und flexibeler transportieren können als der Konkurrent Hercules des US-Konzerns Lockhead.

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