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Airbus-Absturz: Trauer um 150 Opfer - Hinterbliebene fliegen zum Absturzort

Airbus-Absturz: Trauer um die Opfer.
Airbus-Absturz: Trauer um die Opfer. ©AP
An Bord der über Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine waren nach neuen Erkenntnissen der Fluggesellschaft mehr deutsche Staatsbürger als bisher angenommen. In dem Airbus hätten sich 72 Deutsche befunden, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann am Mittwoch am Flughafen Köln/Bonn. Am Vortag war er noch von 67 deutschen Opfern unter den insgesamt 150 Menschen an Bord ausgegangen.
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An Bord der Maschine hätten sich auch 35 Spanier befunden, sagte Winkelmann weiter. Je ein Opfer stammte aus Großbritannien, den Niederlanden, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark und Israel. Je zwei Menschen an Bord kamen aus Australien (eine Frau und ihr erwachsener Sohn aus dem Bundesstaat Victoria), Argentinien, dem Iran, Venezuela und den USA.

(Aufgrund von Doppelstaatsbürgerschaften variieren die Angaben zur Passagierliste teils.)

Keine Österreicher an Bord

Bei den anderen Personen waren die Nationalitäten noch nicht eindeutig geklärt. Das Außenministerium in Wien hatte jedenfalls am Mittwochnachmittag weiterhin keine Hinweise auf Österreicher unter den insgesamt 144 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord.

Angehörige am Absturzort angekommen

Die ersten Angehörigen von Opfern des Germanwings-Unglücks sind französischen Medienberichten zufolge am Absturzort angekommen. Wie etwa die Zeitung “Le Figaro” am Mittwochnachmittag im Internet berichtete, erreichten einige Familen Digne-les-Bains. Der Ort liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie von der Absturzstelle entfernt. In Digne und in Seyne-les-Alpes wurden Betreuungszentren für Angehörige und Trauerkapellen eingerichtet.

Trauer um die Opfer

Vor dem Joseph-König-Gymnasium im westfälischen Haltern erinnerte Mittwoch früh ein Lichtermeer an die 16 Schüler und zwei Lehrerinnen, die bei dem Unglück ums Leben kamen. Sie hatten nach einem Spanien-Aufenthalt in die Heimat zurückkehren wollen. “An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war”, sagte Schulleiter Ulrich Wessel. “Gestern waren wir viele. Heute sind wir allein”, stand auf einem Schild auf dem Schulhof.

Schüler wurden per Los für Reise ausgewählt

Die beim Flugzeugabsturz in Südfrankreich verunglückten Schüler aus Haltern sind für die verhängnisvolle Spanien-Reise ausgelost worden. Weil es für die Teilnahme am achttägigen Austauschtrip in die Nähe von Barcelona mehr Bewerber gegeben habe als Plätze, sei das Los auf die nun ums Leben gekommenen Mädchen und Burschen gefallen. Mindestens einer der Schüler sei über die Nachrückliste zur Reisegruppe dazugestoßen. Nach Informationen der “Halterner Zeitung” hatten sich 40 Schüler für die Reise beworben – 14 Schülerinnen und zwei Schüler seien ausgewählt worden.

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d162eebdb322495dab554d15f9d01c4b-d162eebdb322495dab554d15f9d01c4b-0 ©Vor dem Joseph-König-Gymnasium im westfälischen Haltern. (Bild: AP)

 Opernwelt verlor zwei prominente Mitglieder

Auch die internationale Opernwelt hat den Verlust zweier prominenter Mitglieder zu beklagen. Die Altistin Maria Radner und der Bassbariton Oleg Bryjak finden sich untern den Opfern. Beide Sänger hatten dabei auch starke Verbindungen zu Österreich. Sie waren auf dem Rückflug von einem “Siegfried”-Gastspiel in Barcelona.

Radner bei Bregenzer Festspielen engagiert

Die 34-jährige Deutsche Radner war mit ihrem Mann und ihrem Baby an Bord der Maschine. Neben New York, Mailand und London war sie auch in Vorarlberg zu hören: 2008 war Radner bei den Bregenzer Festspielen für Händels Oratorium “Salomo” engagiert.

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oper650 ©Die Altistin Maria Radner und der Bassbariton Oleg Bryjak. (Bilder: AP)
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GERMANY FRANCE PLANE CRASH ©Am Flughafen in Düsseldorf gedenken viele der Opfer des Absturzes. (Bild: EPA)
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