Ahmadinejad: Iraner sind frei und intellektuell

©AP
Die Iraner bilden nach den Worten ihres Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad die freieste und intellektuellste Nation der Welt. Sie würden durch ihre Medien bestens informiert.

Die westlichen Medien dagegen sollten aufhören, Lügen über den Iran zu verbreiten und sich die tatsächliche Situation in dem Land genau ansehen, erklärte Ahmadinejad nach Angaben der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA Montag nachmittag in New York.

IRNA verfolgte im US National Press Club in Washington eine aus New York übertragene Video-Konferenz des iranischen Präsidenten. Jene, die behaupteten, im Iran gebe es keine Freiheit, sollten das Land besuchen und offen mit den Leuten reden, sagte Ahmadinejad, der am Dienstag eine Rede vor der UN-Vollversammlung halten wollte.

Zur Lage der Frauen im Iran meinte er, diese seien “die freiesten Frauen der Welt und auf verschieden Gebieten wie Wissenschaft, Soziales, Politik und Kunst engagiert”. 60 Prozent der iranischen Studenten seien weiblich und sie würden Medaillen bei internationalen Sportwettkämpfen gewinnen.

Ahmadinejad kritisierte die “falsche US-Politik im Irak”, die zum Fehlschlag der militärischen Operationen der US-Truppen geführt habe. Zudem bekräftigte er, dass der Iran das “zionistische Regime” (Israel) niemals anerkennen werde, weil es sich auf „Besatzung, Rassismus und Drohungen” gründe. Den USA warf Ahmadinejad vor, ihr Verhalten gegenüber der Weltgemeinschaft führe zu “Diskriminierung und Blutvergießen”. Der Auftritt Ahmadinejads in New York, der unter anderem an der Columbia University sprach, hat zu massiven Protesten zahlreicher Gruppierungen, vor allem jüdischer Organisationen, geführt.

Unterdessen kritisierte der Sprecher des Außenpolitischen Ausschusses des iranischen Parlaments, Kazem Yalali, die „beleidigenden“ Aussagen des Rektors der Columbia University, Lee Bollinger, über Ahmadinejad scharf. Dieser hatte den iranischen Präsidenten als “engstirnigen und grausamen Diktator” zu einem Auftritt vor seinen Studenten begrüßt.

Der Rektor habe mit seiner “ungezogenen” Wortwahl die Würde seiner Universität unterminiert, einer Hochschule eines Landes, das angeblich seine demokratischen Werte und die Respektierung anderer Menschen hochhalte, meinte Yalali.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Ahmadinejad: Iraner sind frei und intellektuell
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen