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Ägypten: 88 Tote bei Anschlagsserie

Nach den Terroranschlägen im ägyptischen Sharm el-Sheikh ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 88 gestiegen, darunter mehrere ausländische Urlauber. Laut Krankenhausangaben seien 34 Leichen noch nicht identifiziert.

Unter den Verletzten sollen sich laut der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) fünf Österreicher befinden.

Die Agentur berief sich auf einen Sprecher des Sharm Hospital, Abdel Fattah. Demnach wurde 43 Ausländer verletzt, darunter fünf Österreicher. Das Außenministerium in Wien geht diesen Berichten nach, konnte aber die Informationen derzeit nicht bestätigen.

Laut Spitalssprecher Fattah wurden außerdem 13 Italiener, neun Briten, fünf Deutsche, vier Spanier, ein Tscheche, ein israelischer Araber, zwei Saudis, zwei Kuwaitis und ein Katari bei den Terroranschlägen verletzt. Über die Herkunft der Toten gab es unterschiedliche Angaben. Gesichert scheint, dass ein Italiener und ein Tscheche getötet wurden.

In dem Badeort Sharm el-Sheikh waren gegen 01.15 Uhr Ortszeit (00.15 MESZ) nahezu zeitgleich drei Bomben gezündet worden. Eine von einem Selbstmordattentäter gezündete Autobombe zerstörte das Hotel Ghazala Garden, eine zweite Bombe explodierte auf einem Parkplatz vor dem „Hard Rock Café“, eine dritte auf dem Basar in der Altstadt.

UNO-Generalsekretär Annan reagierte mit „Trauer und Zorn“ auf die Terroranschläge. Der ägyptische Präsident Mubarak sagte dem Terrorismus den Kampf an. Er sei „entschlossen, den Kampf gegen den Terrorismus mit allen Kräften fortzusetzen“, so Mubarak im ägyptischen Fernsehen.

Laut Verkehrsbüro halten sich derzeit rund 1.500 Österreicher in Sharm el-Sheikh auf. Ein Sonderflug, der Österreicher, die nach den Anschlägen abreisen wollen, abholt, wird am Sonntag um 2.30 Uhr Lokalzeit von Ägypten Richtung Wien abfliegen. Die Ankunft am Wiener Flughafen Schwechat ist für 5.40 Uhr geplant. Der Airbus A 321 (Flugnummer OS 9532) bietet eine Sitzplatzkapazität von 186 Plätzen.

Eine Gruppe, die sich „Organisation der Al Kaida im Morgenland und Ägypten“ nennt, veröffentlichte ein Bekenner-Schreiben auf einer islamistischen Website. Wenig später bekannte sich eine weitere islamistische Gruppierung, die Abdullah-Assam-Brigaden in Syrien und Ägypten, zu den Anschlägen.

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