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Aggressives Vorgehen drückt Dollar und Renditen

Überraschend aggressive Maßnahmen der US-Notenbank zur Verhinderung einer Deflation haben den Dollar am Mittwoch belastet. Der Euro stieg im frühen Geschäft bis auf knapp 1,42 Dollar - so teuer war die Gemeinschaftswährung zuletzt Ende September.

Der Bund-Future legte 139 Ticks auf 124,38 Zähler zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 2,999 Prozent.

Die Federal Reserve (Fed) hatte am Vorabend ein Leitzinsziel von Null bis 0,25 Prozent ausgegeben. So niedrig war der Leitzins seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. In Bezug auf die geldpolitischen Aussichten stellte die Notenbank fest, dass das schwache wirtschaftliche Umfeld wohl für geraume Zeit niedrige Leitzinsen erfordere.

Aussagen zum so genannten Quantitative Easing waren Analysten zufolge eine fast noch größere Überraschung. Durch Ankäufe von Vermögenswerten und eine Flutung des Marktes mit Liquidität solle offenbar eine Deflation unter allen Umständen verhindert werden, schrieb UniCredit-Analyst Kornelius Purps in einem Marktkommentar. Die Notenbank kündigte auch eine neue Kreditlinie an, über die Haushalte und Kleinunternehmen unterstützt werden sollen. “Die Fed ist mit diesem Statement erheblich weiter gegangen als wir das erwartet hatten”, schrieb Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner in einem Marktkommentar. “In letzter Konsequenz heißt das, dass die Fed Geldpolitik jetzt über die Notenpresse betreibt.” Weidensteiner erwartet, dass die Renditen am Rentenmarkt auf neue Redkordtiefs fallen werden.

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