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Agenda Austria: Tabaksteuer bringt maximal 750 Mio. Euro

Die Erhöhung der Tabaksteuer bringt höchstens 750 Mio. Euro für die Staatskassen.
Die Erhöhung der Tabaksteuer bringt höchstens 750 Mio. Euro für die Staatskassen. ©dpa (Themenbild)
Die Erhöhung der Tabaksteuer wird bis 2018 höchstens 750 Mio. Euro zusätzliche Einnahmen in die Staatskassen spülen. Wenn Raucher verstärkt auf den Glimmstängel verzichten, sogar nur 300 Mio. Euro, aber sicher nicht in fünf Jahren die von der Regierung budgetierte knappe Milliarde, rechnete der wirtschaftsliberale Thinktank "Agenda Austria" vor.

Die Regierung gehe von steigendem Tabakverbrauch aus, obwohl sie die Preise erhöht. Diverse Studien würden aber zeigen, dass der – zumindest offizielle und damit besteuerte – Konsum von Zigaretten in Industrieländern im Schnitt um 0,4 Prozent sinkt, wenn der Preis um 1,0 Prozent steigt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gehe in seiner aktuellsten Studie sogar von einem Rückgang um 0,7 Prozent aus. Dementsprechend sei der Zigarettenkonsum in Deutschland parallel zur Preiserhöhung zurückgegangen.

Zigarettenkonsum nach Steuererhöhung

“Interessant ist, dass die Bundesregierung zwar einen Rückgang des Zigarettenkonsums erhofft, das Finanzministerium aber vom genauen Gegenteil ausgeht”, schreibt Agenda Austria, denn sonst wäre eine Milliarde Euro an zusätzlichen Einnahmen nicht zu erzielen. “Warum das Finanzministerium von einem steigenden Zigarettenkonsum nach der Steuererhöhung ausgeht, ist rätselhaft.”

Steigung der Steuern

Derzeit koste eine Packung laut Austria Tabak im Schnitt 4,18 Euro, 13 Mrd. Zigaretten werden geraucht. Die Steuern sollen um 15 Prozent steigen. Wenn Österreichs Raucher ähnlich reagieren wie die Studien vorhersagen, dann sei mit Zusatzeinnahmen zwischen 300 und 750 Mio. Euro über fünf Jahre zu rechnen.

(APA)

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