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Afghanistan: Taliban-Führer Omar verwundet

Taliban-Führer Mullah Mohammad Omar soll bei einem US-Bombenangriff in Afghanistan Mitte März schwer verwundet worden sein. Vier seiner Leibwächter wurden getötet.

Die pakistanische Zeitung „Ausaf” berichtete dies am Montag und beruft sich auf den Arzt Jabbar Aziz. Mullah Omar sei außer Lebensgefahr, werde sich aber für rund zwei Monate nicht bewegen können, zitiert das Blatt Aziz.

Bei dem Angriff in der südostafghanischen Provinz Zabol seien vier Leibwächter Mullah Omars getötet worden, heißt es in dem Bericht. Ein weiterer Taliban-Führer habe überlebt. Mullah Omar und der Chef des Terrornetzwerks El Kaida, Osama bin Laden, sind seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 auf der Flucht und werden im Grenzgebiet zu Pakistan vermutet.

Rückzug aus Stammesgebiet 

Pakistanische Truppen hatten am Sonntag nach tagelangen schweren Kämpfen mit dem Rückzug aus Stammesgebieten nahe der Grenze begonnen. Ein Armeesprecher hatte zuvor gesagt, die Ziele der Anti-Terror-Operation seien weitgehend erreicht worden. Bei dem Einsatz war wegen der heftigen Gegenwehr über einen eingekesselten El-Kaida-Führer spekuliert worden.

Die US-Streitkräften hatten am Samstag die Stationierung von 2000 weiteren Soldaten in Afghanistan angekündigt. Sie sollen die Jagd auf Taliban- und El-Kaida-Kämpfer verstärken. Derzeit sind rund 13.500 US-geführte Koalitionstruppen in Afghanistan stationiert, davon 11.500 Amerikaner. „Ausaf” ist vor Beginn des Anti-Terror-Kampfes für gute Kontakte zur Führung von Taliban und El Kaida bekannt gewesen.

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