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Ärzte ohne Grenzen spricht von 900.000 Vertriebenen in Zentralafrika

Die Organisation entsandte ein Nothilfeteam nach Berberati im Südwesten des Landes, andere Teams in den Nordwesten.
Die Organisation entsandte ein Nothilfeteam nach Berberati im Südwesten des Landes, andere Teams in den Nordwesten. ©BilderBox
In der Zentralafrikanischen Republik gibt es nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) inzwischen 900.000 Vertriebene. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung habe wegen der weit verbreiteten Gewalt die Flucht ergriffen, erklärte die Organisation am Donnerstag in der Hauptstadt Bangui. "Die Bevölkerung wird terrorisiert", fügte MSF hinzu.

Die Organisation entsandte ein Nothilfeteam nach Berberati im Südwesten des Landes, andere Teams in den Nordwesten. Einige Städte seien inzwischen so gut wie menschenleer, etwa Bocaranga im Nordwesten, sagte die Hilfskoordinatorin Delphine Chedorge. Die Nothilfeteams von MSF behandeln täglich zahlreiche Verletzte, die mit Schussverletzungen und Verstümmelungen zu ihnen kommen. Seit dem Beginn der Kämpfe Anfang Dezember gab es mehr als tausend Tote.

Spirale der Gewalt

Das Rebellenbündnisses Seleka hatte im März 2013 Präsident Francois Bozize gestürzt und als Nachfolger Michel Djotodia an die Macht gebracht. Dieser löste Seleka offiziell auf, doch sind die Milizen weiter aktiv. Der Putsch stürzte das Land in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen.

Befriedung des Landes

Djotodia trat am 10. Jänner auf Druck der Nachbarstaaten zurück. Übergangspräsidentin Catherine Samba Panza hat sich die Befriedung des Landes zum Ziel gesetzt. Unterstützt wird sie dabei von einer Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU), Soldaten der französischen Armee und in naher Zukunft auch von einer EU-Militärmission, an der möglicherweise auch Österreich teilnehmen wird. (APA/AFP)

 

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