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Admont: Gas-Alarm erwies sich als unbegründet

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Der Austritt von gasförmigen Thermo-Öl aus einem holzverarbeitenden Betrieb im obersteirischen Admont hat am Montag für Aufregung gesorgt. Das Öl war in der Biomasse-Heizanlage ausgeflossen und über einer heißen Oberfläche verdampft.

Das Gebäude wurde evakuiert, die Umgebung abgesperrt. Vorerst wurde wegen möglicher Lebensgefahr Alarm gegeben, weil nicht klar war, um welchen Stoff es sich handelte bzw. wie hoch die Konzentration eines vermuteten gefährlichen Inhaltsstoffes war. Rund eine Stunde später erfolgte die Entwarnung.

Der Zwischenfall ereignete sich gegen 10.45 Uhr in der STIA Holzindustrie GmbH, die dem Stift Admont gehört. Der Bevölkerung wurde über ORF Steiermark-Radio mitgeteilt, sie solle in ihren Häusern bleiben und die Fenster geschlossen halten. Das Fabriksgelände wurde evakuiert, die Straßen wurden gesperrt und Umleitungen eingerichtet. Nach Beiziehung von Experten wurde kurz vor 12.00 Uhr Entwarnung gegeben: „Es besteht keine Gefahr für die Umgebung“, so der Bezirkshauptmann-Vize von Liezen, Christian Sulzbacher, im APA-Gespräch. Laut einem Sprecher des Bezirksfeuerwehrverbands Liezen seien „in gasförmigem Zustand unbeträchtliche Mengen in die Umwelt gelangt“. Das ausgetretene Öl sei von einem Bagger aufgefangen und fachgerecht entsorgt worden.

Wie es zum Austritt kommen konnte, war vorerst noch unklar. „Es gibt nur Vermutungen. Eine ist, dass ein Sicherheitsventil, ein Überdruckventil, versagt hat“, erklärte Behörden-Sprecher Sulzbacher. Thermo-Öl sei laut dem Sicherheitsdatenblatt grundsätzlich kein Gefahrenstoff; ein Inhaltsstoff hätte – wäre er in reiner Form vorgelegen – gefährlich werden können, so Sulzbacher. „Alles andere ist Wassergefährdungsklasse eins – das ist aber auch kein Problem gewesen, weil der betroffene Raum dicht ist.“

Die Anlage müsse noch „gecheckt“ werden, hieß es. Die Sperre des Betriebs wurde bereits wieder aufgehoben: „Das war nur eine Sicherheitsmaßnahme. Es war absolut richtig, dass Feuerwehr und Exekutive eine Sperre veranlasst haben. Es muss in solchen Situationen immer vom gefährlichsten Stoff ausgegangen werden“, meinte Sulzbacher. „Alles hat problemlos funktioniert.“

Im nahe gelegenen Stiftsgymnasium Admont war der Unterricht der rund 700 Schüler während des Alarms weitergegangen. Nur der Sportunterricht im Freien sowie der Musikunterricht im raumtechnisch „zwangsbelüfteten“ Musikzimmer seien ausgefallen, berichtete Direktor Josef Marte im APA-Gespräch. Man sei ständig im Kontakt mit der Einsatzleitung gestanden – „ein bisschen Aufregung“ unter den Kindern sei natürlich zu spüren gewesen.

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