Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Achtung, kein Halt an der Gürtellinie

Götzis - Ein Riesenspaß war die Premiere von „Ladies Night“ gestern Abend beim Volkstheater in Götzis. Männer lassen die Hüllen fallen - bieten aber auch Einblicke in ihr Seelenleben.   |

Keine Frage, Sie liegen falsch, wenn Sie nun davon ausgehen, dass sich die Überschrift zum Bericht über diese Theaterpremiere konkret auf die Optik des Gebotenen bezieht. Auch die vom Vorarlberger Volkstheaterwissen, wo die Grenzen sind. Es fällt zwar die letzte textile Barriere, aber alte Bühnenhasen wie die Crew um Stefan Vögel, Hartmut Hofer, Caro Stark und Kerstin Köck kennen jene Entblößungstricks, die letzte Einblicke abwehren.

Man kann lachen

Dass sie sie dann nicht anwenden, wenn es um das Seelenleben einer Gruppe von Arbeitslosen geht, die auf der Suche nach einem rettenden Job schließlich beim Strippen landen, verleiht der Komödie, das, was „Ladies Night – Ganz oder gar nicht“ (Original-Filmtitel: „The Full Monty“ ) ausmacht. Man lacht, weil die Situation gerade so komisch ist, erkennt gleichzeitig die Tragik des Alltags, lacht weiter, nicht um zu vergessen, sondern weil sich dieses Lachen mit Hoffnung verknüpfen lässt, mit dem Mut, es irgendwie doch wieder in den Griff zu kriegen – das Leben.

Regisseur Hajo Förster hat diese Momente jeweils schön herausgearbeitet, Stefan Vögel hat die Komödie von Stephen Sinclair und Anthony McCarten in die jeweilige Mundart seiner Protagonisten übertragen. Meistens ist es irgendein Vorarlberger Dialekt. Die „Jungs“ oder „Buaba“ waren hier Textilarbeiter – bekanntermaßen im einstigen Textilland Vorarlberg kein Beruf mit Zukunft mehr.

Man kann träumen

Mitunter gewinnt man den Eindruck, dass es besser wäre die Witze etwas weniger dick aufzutragen. Aber wer weiß, hinter manchen sexistischen Blödeleien verstecken sich vielleicht nur Männerängste und Männerträume. Leander Marxer, Jörg Adlassnigg, Marcus Harm, Dirk Waanders und Armin Weber sowie die Vaterfigur Jack E. Griss spielen die jeweiligen Temperamente berührend aus.

Und dass man sich mit Beate Vollack eine Profi-Choreographin geholt hat, ermöglicht schließlich jenes wunderbar witzige Finale, das den Götzner Theatersaal dann brodeln lässt. Übrigens: Schön, dass eine Frau den Männern beibringt, dass eine Portion Selbstironie auch eine Art Überlebenstaktik sein kann. Auch so gesehen ist „Ladies Night“ ein Riesenspaß.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Achtung, kein Halt an der Gürtellinie
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen