Achterbahnfahrt der "Teufel" hält an

Dem Auswärtssieg in Schwaz folgt am Samstag daheim ein 25:32-(14:14)-Debakel des HC Hard gegen Krems. Meister Bregenz erledigt Pflicht in Linz locker – 27:22.

Mit einem neuen Start-Ritual wartete der ALPLA HC Hard beim Spitzenspiel der fünften Play-off-Runde gegen den UHK Krems auf. Angepeitscht von Hallensprecher Reini Wittwer mussten die gut 1500 Fans so lange stehenbleiben, bis die „Roten Teufel“ das erste Tor erzielen. Bedingt durch die etwas verzögerte TV-Live-Übertragung und Ladehemmung der Harder dauerte es knapp zehn Minuten, bis sich die ausdauernden Zuschauer setzen durften. Damit war auf den Rängen und auf dem Feld das Pulver letztlich zu früh verschossen worden. Die Stimmung blieb zwar begeistert, weil die Hausherren einen fulminanten Start verzeichneten, am Ende dominierte aber Ernüchterung. Der Reihe nach: Zwischen der fünften (2:2) und siebten Minute zogen Friede & Co. alle Register und per Siebenmeter, Konter und zweiter Welle auf 6:2 davon – Krems-Coach Szilagyi zückte die Time-Out-Karte. Eine Maßnahme, die Erfolg brachte, weil sie Hard aus dem Rhythmus brachte. Anstatt eine Überzahl von der achten bis zehnten Minute zu nützen, kam Krems Tor um Tor heran, das 5:6 verunsicherte die Gastgeber spürbar. Nun wurden Angriffe viel zu schnell abgeschlossen, das spielerische Konzept ging nach und nach verloren. Auffallend: Spielmacher Bernd Friede, der zu Beginn geschickt die Fäden zog, wirkte mit Fortdauer des Spiels müde und unkonzentriert – die Anzahl seiner Fehlpässe und -entscheidungen stieg, nach 17 Minuten wurde er durch Marko Vukcevic ersetzt.

Bis zur Pause ausgeglichen

Hard-Coach Markus Burger war an der Seitenlinie fuchsteufelswild, er forderte lautstark mehr Struktur im Aufbau und Konzentration in der Deckung. Und seine Spieler mühten sich redlich, kämpften in der Deckung verbissen und blieben im Angriff durch Einzelaktionen gefährlich – mit 14:14 ging es in die Kabine, die Partie begann praktisch bei null. Nach Wiederanpfiff zeigten die Kremser, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Bis zur 45. Minute unterbanden sie das Harder Angriffsspiel, das konfus und drucklos wirkte. 24:18 lagen die Wachauer vorne, die Vorentscheidung war gefallen. Zwar kämpfte sich die Burger-Sieben noch einmal heran (48./21:24), am Ende hatten sie der bitteren 25:32-Niederlage aber nichts mehr entgegenzusetzen.

A1 Bregenz in Linz souverän

Mit 27:22 (13:8) setzte sich der Titelverteidiger bei Schlusslicht HC Linz durch und tauschte in der Tabelle mit Hard (4.) die Plätze. Topscorer in einem souverän gewonnenen Spiel waren Mayer und Arnaudovski mit je sieben Toren.

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