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Abu Ghraib: 450 Häftlinge entlassen

Die irakischen Behörden haben am Dienstag erneut rund 450 Häftlinge aus irakischen und US-Gefängnissen entlassen. Keiner der Freigelassenen habe sich an schweren Vergehen beteiligt.

Der nationale Sicherheitsberater Muwaffak al-Rubaie wies die in Abu Ghraib westlich von Bagdad versammelten Gefangenen darauf hin, dass ihre Freilassung Teil des Versöhnungsplans von Ministerpräsident Nuri al-Maliki sei. „Dies ist keine politische Finte, sondern ein ehrlicher Versuch, den Irak auszusöhnen und zu einen“, sagte Rubaie. Insgesamt wurden damit in diesem Monat bereits 2500 Häftlinge entlassen. Ein US-Militärsprecher sagte, keiner der Freigelassenen habe sich an schweren Vergehen wie Attentaten, Morden, Folter oder Geiselnahmen beteiligt.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Tankstelle in Kirkuk im Norden des Irak wurden am Dienstag mindestens drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt. Die Tankstelle sei durch die Autobombe komplett zerstört worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Im Zentrum von Bagdad wurden bei einem Anschlag auf eine Patrouille drei Polizisten getötet und vier weitere verletzt, wie die örtliche Polizei mitteilte.

Am Montagabend waren rund 70 Kilometer nördlich von Bagdad 22 Menschen ums Leben gekommen, als vor einem Cafe eine auf einem Motorrad platzierte Bombe explodierte. Mindestens 40 Menschen wurden verletzt, sagte ein Sprecher der Sicherheitskräfte. Unter den Opfern seien viele junge Menschen und Kinder gewesen. Sie hätten sich in dem Cafe das WM-Fußballspiel Italien gegen Australien angesehen. Am Abend war noch von 18 Toten und etwa 20 Verletzten die Rede gewesen.

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