Abu Dhabi schafft für Tiere 28 künstliche Oasen

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In der Wüste des arabischen Emirats Abu Dhabi werden 28 künstliche Oasen angelegt, um Antilopen und anderen Wüstentieren neuen Lebensraum zu geben.

Die in den Emiraten erscheinende Zeitung “The National” berichtete am Freitag, dass es in diesen Oasen künstliche Seen geben wird, die von künstlich bewässerten Pflanzen gesäumt sind. Sowohl die Seen als auch die Bewässerungssysteme sollen mit Wasser aus einer Meerwasserentsalzungsanlage gespeist werden, die mit Solarzellen betrieben wird.

Das ölreiche Emirat, das seit etwa zwei Jahren versucht, sich als Vorreiter auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien zu profilieren, will mit diesem Projekt außerdem neue Methoden zur Trinkwasseraufbereitung testen. Einige der “Oasen” sollen für Öko- Tourismus-Projekte freigegeben werden. Zudem soll Lebensraum für eine besonders seltene Antilopenart, die Arabische Oryx, geschaffen werden.

Zwei Test-Seen wurden dem Bericht zufolge schon fertiggestellt. Das gesamten Projekt soll Anfang 2011 beendet sein. An einem der Seen setzte die staatliche Umweltagentur bereits mehrere Rehe und Antilopen aus.

Die Arabische Oryx ist eine kleine, weiße Wüsten-Antilope, die einst überall auf der Arabischen Halbinsel heimisch war. Neben den Emiraten bemüht sich auch Saudi-Arabien um den Schutz der kleinsten aller Oryx-Arten, die wegen der Zerstörung ihres Lebensraumes und weil die Jagd auf sie nicht eingedämmt wurde, vor 50 Jahren in freier Wildbahn ausgerottet war. Die Oryx, die in einigen arabischen Staaten inzwischen wieder ausgewildert wurden, sind die Nachkommen der letzten Exemplare dieser Tierart, die in zwei Zoos in den USA überlebt hatten.

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