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Emir von Katar: Bemühen uns um Freilassung der Geiseln

Gipfel arabischer und muslimischer Staaten in Riad
Gipfel arabischer und muslimischer Staaten in Riad ©APA/AFP
Katar bemüht sich nach den Worten seines Emirs, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, darum, eine Freilassung der von der Hamas aus Israel verschleppten Geiseln zu vermitteln.

Er hoffe, dass im Gazastreifen bald eine humanitäre Waffenruhe erreicht werde, sagte Scheich Tamim auf dem islamisch-arabischen Gipfeltreffen in Riad. "Die internationale Gemeinschaft hat es versäumt, ihrer rechtlichen und ethischen Verantwortung nachzukommen."

"Israel widersetzen"

Er fügte hinzu: "Wie lange wird die internationale Gemeinschaft Israel so behandeln, als ob es über internationalen Gesetzen stünde?" Der iranische Präsident Ebrahim Raisi rief die muslimischen Länder auf, Öl- und Warensanktionen gegen Israel zu verhängen. "Es gibt keinen anderen Weg, als sich Israel zu widersetzen", erklärte Raisi. Die radikal-islamische Hamas lobte er für ihren Krieg gegen Israel. "Wir küssen der Hamas die Hände für ihren Widerstand gegen Israel."

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas forderte angesichts der israelischen Angriffe internationalen Schutz für die Bevölkerung. Ihr stehe ein "beispielloser völkermordender Krieg" bevor. Er forderte die USA auf, Druck auf Israel auszuüben, damit es seine Offensive im Gazastreifen stoppe.

"Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates"

Ägypten bekräftigte seinen Widerstand gegen eine Vertreibung der Palästinenser. Präsident Abdel Fattah al-Sisi sagte in Riad, alles, was auf "die Zwangsumsiedlung von Palästinensern" zu Orten "außerhalb ihres Landes" abziele, müsse gestoppt werden. Er forderte die "die Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates" mit "den Grenzen von 1967" und mit "Ostjerusalem als Hauptstadt." Es müsste zudem ein "sofortiger und nachhaltiger Waffenstillstand" im Gazastreifen eingeführt werden. Die internationale Gemeinschaft müsste ihrer Verantwortung nachkommen, um "die Sicherheit unschuldiger Zivilisten des palästinensischen Volkes zu gewährleisten."

Aus Sorge vor einer Massenflucht lehnen Ägypten und auch Jordanien die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Gazastreifen ab. Das hat auch mit der Befürchtung zu tun, dass daraus am Ende eine dauerhafte Vertreibung werden könnte.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach sich für eine internationale Friedenskonferenz aus, um eine dauerhafte Lösung für den Konflikt zu finden. "Was wir im Gazastreifen brauchen, sind keine Pausen für ein paar Stunden, sondern wir brauchen einen dauerhaften Waffenstillstand."

Liveblog zum Krieg in Israel und Gaza

(APA/dpa/Reuters)

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