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Ab Freitag wieder fahrplanmäßig

Feldkirch. In einer Rekordzeit von knapp fünf Monaten und auf den Tag genau, können ab Freitag die 250 Zugfahrten zwischen Rankweil und Feldkirch wieder auf zwei Gleisen fahrplanmäßig abgewickelt werden.

Die Sperre des zweiten Gleises war notwendig geworden, weil alle Weichen und der an beiden Seiten anschließende Gleiskörper des Nordkopfes vom Bahnhof Feldkirch nach fast 40 Jahren völlig erneuert werden mussten. Die Folge war, Regionalzüge die sich normalerweise in der Haltestelle Amberg „begegnen“ mussten während der Bauzeit entweder in Feldkirch oder Rankweil den Gegenzug abwarten. Adi Burtscher, den ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG: „Statt der prognostizierten fünf bis zehn Minuten konnten unsere Fahrdienstleiter durch geschicktes managen die Verspätungen für die Nutzer der Regionalzüge auf drei bis sechs Minuten reduzieren.“

Die Umsetzung des völligen Neubaus des Nordkopfes gestaltete sich immens schwierig: Zum einen fehlte das zweite Gleis nach Rankweil und zum anderen mussten die Reise- und Güterzüge nach und von Buchs quer durch die Baustelle geleitet werden. „Es durfte einfach nie auch nur ein Meter Schiene oder gar eine Weiche für eine Zugfahrt fehlen und auch die ständigen Zugfahrten quer durch die Baustelle erforderten spezielle Sicherungsmaßnahmen.“, berichtet Burtscher. Dennoch verlief der Umbau unfallfrei und absolut planmäßig. Übrig geblieben ist die Erneuerung eines kurzen Gleisstückes mit zwei Weichen für das „Buchser-Gleis“. Die endgültige Fertigstellung ist für den 21. August geplant. Für das Personal haben damit aber die verkehrs- und sicherheitstechnischen Schwierigkeiten noch kein Ende: Es steht am 2. Oktober die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks für den Bahnhof Feldkirch an.

Manfred Bauer

Zahlen – Daten – Fakten zum Projekt:

Baubeginn: Februar 2009 – Fertigstellung Juli 2009
Baumaßnahmen: Tausch von 13 Weichen, Erneuerung von 1.300 m Gleis
Verlegen Kabeltröge f. Datenleitungen, Verschieberbahnsteig
Schüttmaterial: Abfuhr von 12.000 t, Zufuhr von 7.600 t – 550 Waggonladungen
Versickerungsnetze: 11.000 m²
Länge Drainage: 900 lfm.
Länge Kabeltröge: 530 lfm.
Gleisschotter: 10.000 t – Anlieferung per Bahn
Verschubbahnsteig: 1.500 Meter – befestigte Wege für Arbeitseinsätze Verschub
Arbeitseinsatz: bis zu 20 Arbeiter gleichzeitig im Einsatz
Maschineneinsatz: Schienenkran, Schotterverdichtungsmaschine
Investitionsvolumen: 4,3 Mio. Euro

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