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A1 Bregenz verliert knapp in Krems

Die Kremser Heimserie (16 Siege in Folge) überstand auch das HLA-Spitzenspiel gegen Meister A1 Bregenz: Vor 1.500 Fans boten die beiden bestens Teams der letzten Wochen einen offenen Schlagabtausch.

Krems entschied schließlich glücklich aber nicht unverdient das Spiel für sich. Links-Außen Pavel Hrachovec erzielte den Siegtreffer in der Schlussekunde. Beide Teams begannen sehr konzentriert – wenigstens im Angriff. Vor allem in der Bregenzer Deckung funktionierte nicht alles nach Wunsch. In der Anfangsphase hatten die beiden Flügel Hrachovec und Lachmann zu viele Freiräume, konnten die Bregenzer immer wieder mit kurzen, schnellen Einläufen vor Probleme stellen. Im Bregenzer Angriff lief beinahe alles über Kreisläufer Kristijan Ljubanovic. A1 Bregenz entwickelte zu wenig Druck aus dem Rückraum – der Ball lief zwar schnell, doch der einzige Rückraum-Spieler, der in der ersten Halbzeit Tore aus dem Spiel warf, war Roli Schlinger. Folgerichtig bekam er eine Manndeckung verpasst, was den Spielaufbau stark behinderte. Aus diesen Problemen resultierten technische Fehler, verfrühte und unplatzierte Würfe, die Krems zu vier Toren in Folge (8:8, 18. auf 12:8, 21.) nützte. Hauptverantwortlich dafür Krems-Schaltzentrale Martin Schierer, den die Bregenzer Deckung auch in Halbzeit 2 nicht in den Griff bekam.

Diesem Rückstand lief A1 Bregenz beinahe die ganze zweite Halbzeit hinterher, erst in den letzten zehn Minuten konnte der Meister verkürzen. Garant dafür war Spielertrainer Dagur Sigurdsson, der viel Druck machte und aus acht Würfen sieben Tore erzielte – und dafür prompt ebenfalls mit einer Manndeckung “belohnt” wurde. Fast alle Bregenzer Tore der zweiten Halbzeit resultierten aus Einzelaktionen, schön herausgespielte Treffer waren Mangelware.

Die letzten fünf Minuten waren dann an Dramatik kaum zu überbieten: Zuerst entschärfte Bregenzer-Keeper Arunas Vaskevicius zwei Würfe von Ibish Thaqi und Martin Schierer – A1 Bregenz glich durch drei Treffer in Folge von 29:26 (57.) auf 29:29 (59.) aus – Roli Schlinger, Conny Wilczynski per Siebenmeter und Dagur Sigurdsson hießen die Torschützen. Krems hatte eine Minute Zeit für den letzten Angriff. Bregenz konnte die Angriffe immer wieder per Foul stoppen, die Schiedsrichter hatten bereits Zeitspiel angezeigt, als Krems-Coach Christian Tiefenböck zwölf Sekunden vor Spielende ein Time-Out nahm. Vier Sekunden vor dem Ende gewann Ibish Tahqi das 1:1-Duell mit Andi Varga, fand ab er in Arunas Vaskevicius seinen Meister. Der Abpraller fiel genau dem bereits zurücklaufenden Pavel Hrachovec in die Hände, der aus zehn Meter Entfernung den Ball ins leer stehende Bregenzer Tor (Vaskevicius war nach seiner Parade noch nicht im Tor zurück) hob.

UHK Krems – A1 Bregenz 30:29 (17:13)
Krems/Freizeitpark, 1.500
Beste Werfer: Schierer 11, Lachmann 6 bzw. Sigurdsson 7, Ljubanovic, Schlinger je 6

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