AA

Battlefield vs. Call of Duty: Klarer Sieg im Shooter-Duell!

Six-Seven-Sensation: Neues "Battlefield 6" macht Erzfeind "Call of Duty: Black Ops 7" den Shooter-Thron streitig.

(PC, PS5 & XS) Wer hätte gedacht, dass der Markt für Militär-Multiplayer-Shooter noch einmal komplett umgekrempelt wird? Jahrelang verzeichnete der Platzhirsch "Call of Duty" höhere Verkaufszahlen und auch die besseren Fach- und User-Kritiken. Doch 2025 scheint sich das Blatt zu wenden: "Battlefield 6" verkauft sich bislang deutlich besser als "Call of Duty: Black Ops 7", obwohl es auch für PS4 und XB1 verfügbar ist. Metacritic.com zeigt, dass das neue "Battlefield" mit einem Metascore von etwa 84 Punkten gut angenommen wurde, während "Black Ops 7" im Schnitt nur knapp über 70 Punkte erreicht. Dieser Führungswechsel im Shooter-Genre hat gute Gründe.

Kurz die Basics: "Battlefield 6" ist ein multiplayerorientierter Ego-Shooter von DICE und Electronic Arts für PC und aktuelle Konsolen. Das Hauptverkaufsargument sind große Kriegsszenarien, die Fahrzeugschlachten kombinieren. Anders als der Titel vermuten lässt, gibt es die Serie bereits seit 2002 und sie umfasst 13 Spiele. "Battlefield 6" fokussiert sich wieder mehr auf die Stärken der Serie, allerdings in einem modernen Gewand: Es gibt bombastische Schlachten und klare Klassen (Sturmsoldat, Pionier, Versorgungssoldat und Aufklärer). Das kommt jedenfalls gut bei der Community an.

Auf der anderen Seite steht "Call of Duty: Black Ops 7" von Treyarch mit seinem bewährten Rezept: nahe Zukunft (2035), schnelle 6v6-Matches, Progression im Sekundentakt und der obligatorische Zombies-Modus. Auf dem Papier klingt das nach einem gewohnten Blockbuster-Paket, in der Praxis bleiben Stimmung und Innovation jedoch hinter den Erwartungen vieler Fans zurück.

Singleplayer: Kurzer Popcorn-Krieg

Sowohl "Battlefield 6" als auch "Black Ops 7" liefern eine inszenatorisch wuchtige Kampagne mit Zwischensequenzen, Explosionen und Pathos. Diese erinnert eher an einen Streaming-Actionfilm als an eine Kriegssimulation. "Battlefield 6" bleibt inhaltlich flach und "Black Ops 7" befremdet mit halluziniertem Horror. Mit einer Spielzeit von rund fünf bis sieben Stunden sind beide recht kurz und in keinem Fall ein ernsthafter Kaufgrund. Die Stories bieten bestenfalls einen netten Einstieg, um die Steuerung und die Waffen kennenzulernen, bevor es in den eigentlichen Kern beider Spiele geht: die Multiplayer-Action.

Gameplay: Wo "Battlefield 6" klar vorne liegt

Die Stärke von "Battlefield 6" liegt im "All-out Warfare"-Gefühl: Bis zu 128 Spieler:innen tummeln sich auf riesigen Karten, auf denen Infanterie, Panzer, Helikopter und Jets gleichzeitig aktiv sind. Das neue Bewegungs- und Gunplay-System sorgt für flüssige Animationen, einen deutlich spürbaren Rückstoß und Teamaktionen, die sich wie abgestimmte Militärmanöver anfühlen, wenn die Squads ihre Rollen richtig ausspielen. Hinzu kommt die zerstörbare Umgebung: Hauswände brechen unter Panzerfeuer weg, Dächer stürzen ein und die Deckung verändert sich permanent, wodurch sich jedes Match anders spielt. Die auswählbaren Soldatenklassen sind zwar festgelegt, doch die Ausrüstung kann angepasst werden. Mit der Zeit schaltet man neue, nützliche Items und Skills frei.

"Black Ops 7" bleibt dem klassischen, schnellen Arena-Shooter treu; enge Maps, hohes Tempo, kurze Time-to-Kill. Das Spiel ist ideal für schnelle Feierabendrunden, verzichtet aber auf die epische Schlachtfeld-Inszenierung von "Battlefield".

Modi, Content und das neue Battle Royale

"Battlefield 6" bietet neben den Modi "Conquest" und "Breakthrough" auch moderne Varianten von "Rush" sowie spezielle objektbasierte Modi, die größere Teams zu koordinierten Angriffen zwingen. Besonders spannend ist, dass das Spiel kurz nach der Veröffentlichung frische Inhalte erhält, darunter der für alle kostenlose Battle-Royale-Modus "RedSec" mit Missions-Objektiven, durch die sich Ausrüstung verdienen lässt. Super: Man kann sich auch Fahrzeuge wie Panzer erspielen. Mittelsuper: Man darf nur in Squads, nicht aber allein losziehen.

"Black Ops 7" punktet mit seinem Zombies-Modus und einem prall gefüllten Multiplayer-Angebot, das viele Waffen, Perks und kosmetische Upgrades bietet. Allerdings wirkt der Fortschritt stärker Grind-orientiert und wird durch kontroverse Designentscheidungen wie die Always-Online-Pflicht und eine aggressive Monetarisierung getrübt. Dies spiegelt sich auch in den schlechten Nutzerwertungen wider. Am 4. Dezember startet die erste Saison mit neuen Inhalten, darunter auch die Fortsetzung der Zombie-Story.

Grafik, Sound und Steuerung

Technisch gesehen liefern beide Titel modernes Blockbuster-Niveau, doch "Battlefield 6" setzt mit seinen riesigen Sichtweiten, dem dynamischen Wetter und den detailreichen Zerstörungseffekten noch einen drauf. Der Sound spielt eine Hauptrolle: Geschosse pfeifen, Jets donnern über das Schlachtfeld und Explosionen wummern, wodurch ein intensives Mittendrin-Gefühl vermittelt wird.

Die Steuerung und Menüführung ist in beiden Spielen vertraut und einsteigerfreundlich, sowohl mit Maus/Tastatur als auch mit dem Controller. Während "Battlefield 6" den Fokus stärker auf Squadplay und Mapkenntnis legt, wirft "Black Ops 7" neue Spieler schneller in kurze, klare Duelle – unkompliziert, aber auch weniger tiefgehend.

Für wen lohnt sich welcher Shooter?

"Battlefield 6" ist die ideale Empfehlung für alle, die epische, taktische Gefechte, Fahrzeuge, Teamplay und langfristige Motivation durch neue Inhalte suchen – inklusive eines neuen Battle-Royale-Modus.

"Call of Duty: Black Ops 7" ist trotz aller Kritik ein Angebot für Fans von schnellem Arena-Shooter-Gameplay und Zombie-Modus, die genau dieses Paket wollen und mit den Schwächen leben können.

Fazit

Wer nur Zeit bzw. Geld für einen Shooter-Titel aufwenden möchte, für den ist "Battlefield 6" derzeit die beste Wahl: Der Shooter ist spannend, frisch und auf lange Sicht lohnend.

(VOL.AT/Ländle Gamer)

  • VOL.AT
  • Spiele
  • Battlefield vs. Call of Duty: Klarer Sieg im Shooter-Duell!