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93 Tote bei Bränden in China

Nach zwei verheerenden Großbränden in China mit 93 Toten konzentrieren sich die Ermittlungen auf Sicherheitsmängel an den Unglücksorten.

Die Behörden untersuchten am Montag auch, ob versperrte Fluchtwege zu der hohen Opferzahl geführt haben. Überlebende schilderten dramatische Fluchten. Das Feuer bei einer Tempelfeier in Haining in der Provinz Zhejiang in Ostchina, bei dem 40 Besucher ums Leben kamen, wurde nach Medienberichten durch Nachlässigkeit beim Abbrennen von Räucherstäbchen verursacht. Der Tempel aus Stroh und Bambus brannte völlig nieder. Der Leiter der Feier wurde festgenommen.

Nach dem Feuer wenige Stunden zuvor in einem Einkaufszentrum in Jilin in Nordostchina erlagen bis Montag zwei weitere Opfer ihren Verletzungen, so dass 53 Tote gezählt wurden. 68 Menschen wurden teils schwer verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Viele konnten dem starken Rauch nicht entkommen. „Die Toten lagen übereinander“, berichtete ein Feuerwehrmann in der Zeitung „Xinwen Chenbao“.

Eine 47-jährige Frau, die ein Badehaus im dritten Stock besucht hatte, berichtete: „Mit anderen knoteten wir Bettlaken aus dem Badehaus zu einem Seil. Ich versuchte, an dem Seil herunterzukommen, aber es war nicht lang genug, so dass ich tief fiel.“ Schwer verletzt wartete die 47-Jährige auf eine Operation. Der Feuerwehrmann berichtete: „Ich sah viele, die vom vierten Stock sprangen. Einige waren sofort tot. Viele verletzten sich durch den Sprung.“ Bis zum dritten Stock waren die Fenster vergittert.

„Es war chaotisch“, berichtete eine Frau aus der Discothek im vierten Stock, wo etwa 100 Besucher aufhielten. Eine Ausgangstür sei nicht zu öffnen gewesen. Experten waren noch unschlüssig über die Ursache des Feuers, das in einem Lagerhaus hinter dem Gebäude begonnen hatte.

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