9 Tipps, wie jeder sofort Energie sparen kann

Dornbirn (VN) - Energieberater Josef Burtscher vom Energieinstitut Vorarlberg kann aus der Hüfte neun Tipps formulieren, wie jeder von heute auf morgen effizient Strom sparen kann.

Schließlich hat der ganze Schrecken, den die Nachrichten des nuklearen Desasters in Japan in die ganze Welt trugen, nur dann Sinn, wenn Konsequenzen folgen. So viel ist sicher: Ein Ausstieg aus der Atomkraft wird nur möglich sein, wenn sich jeder einzelne in seinen Bedürfnissen einzuschränken lernt. Das klingt wenig ersprießlich. Aber in Wahrheit schlummern ungeahnte Energiesparpotentiale in unserer Umgebung, die kein bisschen wehtun, aber sehr viel bringen.

1. Tipp: Fahren Sie mit dem Fahrrad kürzere Strecken. Jeder km erspart 0,6 bis 1 kWh Energie und belastet nicht die Umwelt.

2. Tipp: Wenn Sie duschen (30 Liter) anstatt ein Vollbad (150 Liter) zu nehmen, ersparen Sie sich knapp 4 kWh. 100 Mal im Jahr sind das 400 Kilowattstunden Warmwasser. Wenn man berücksichtigt, dass die Warmwasserbereitung einen Wirkungsgrad von 70 Prozent hat, sind das 550 bis 600 kWh Heizöl, Gas oder Strom.

3. Tipp: Wenn Sie die Raumtemperatur in der Heizperiode von 22 auf 21 Grad senken, sind das rund sechs Prozent Energieersparnis. Wenn man für das Heizen 1800 Liter Heizöl pro Jahr oder gleich viel Kubikmeter Erdgas benötigt, sind das rund 100 Liter oder 1000 kWh pro Jahr Ersparnis.

4. Tipp: Verwenden Sie beim Kochen gutes Geschirr mit ebenem Boden und verwenden Sie beim langen Kochen einen Deckel. Wer 1,5 Liter eine Stunde kochend halten möchte, braucht mit glattem Boden und Deckel rund 0,2 kWh, mit unebenem Boden und Deckel 0,3 kWh, ebener Boden ohne Deckel 0,7 kWh und wenn beides nicht passt: 0,9 kWh.

5. Tipp: Wer Stand-by vermeidet, spart sich unnötigen Stromverbrauch und Geld. 1 Watt Standby braucht übers Jahr gesehen 7 bis 8 kWh Strom. Eine Sat-Anlage mit 30 W Stromverbrauch schluckt runde 200 kWh (20 Prozent Normalbetrieb, 80 Prozent Stand-by pro Jahr). Kann sie vom Stromnetz getrennt werden, erspart man sich rund 30 Euro pro Jahr. Die gleiche Rechnung kann man für Computer, Kaffeemaschinen, Drucker, TV-Geräte und Videorecorder anstellen.

6. Tipp: Alter Kühlschrank im Keller – am besten entsorgen. Oft werden alte Kühlschränke in den Keller geräumt und kühlen dort Getränke auf Vorrat. Das kann teuer kommen, denn der alte Kühlschrank von 1990 funktioniert zwar noch, braucht aber gegenüber dem neuen doppelt so viel Strom.

7. Tipp: Licht abschalten. Wenn eine 60 Watt-Glühlampe jeden zweiten Tag eine Stunde weniger lang brennt, spart das 260 kWh oder 40 Euro. Wer noch nicht auf Energiesparlampen oder LED umgestellt hat, sollte das berücksichtigen. Diese halbe Stunde pro Tag à 60 Watt bringt man leicht zusammen: Fünf Minuten im Schlafzimmer, 10 Minuten im Kinderzimmer 1 und 5 Minuten im Kinderzimmer 2, 10 Minuten im Wohnzimmer, und schon hat man sie beisammen.

8. Tipp: Alte Heizungspumpe in der Nacht abschalten, am besten von 23 Uhr bis 5 Uhr früh. Eine gute Regelung schafft das. Das sind 6 Stunden oder 25 Prozent weniger Energieverbrauch für den Pumpenstrom. Somit läuft die alte Pumpe mit 60 Watt nicht 5000 Stunden im Jahr sondern nur 3750. Das bringt eine Einsparung von 75 Kilowattstunden.

9. Tipp: Wäsche an die Wäscheleine. Ein guter Wäschetrockner braucht rund 0,3 kWh pro kg. Wenn 7 kg Wäsche gefüllt werden sind das runde 2 kWh. 200 Mal im Jahr (schönes Wetter) Wäsche aufhängen und man erspart sich 400 kWh.

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