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9 Mio. für IKEA-Ansiedelung: Das steht im Grundstücks-Kaufvertrag

370 Euro pro Quadratmeter soll das Grundstück kosten.
370 Euro pro Quadratmeter soll das Grundstück kosten. ©Stiplovsek
Lustenau - Den VN liegt ein Entwurf vom 19. Oktober 2016 des später so unterzeichneten Kaufvertrags zwischen der Marktgemeinde Lustenau und dem Möbelriesen Ikea vor. Als Kaufpreis haben sich Gemeinde und Ikea demnach auf 370 Euro pro Quadratmeter geeinigt. Geht das Geschäft über die Bühne, darf sich Lustenau über etwas mehr als 9 Millionen Euro freuen. Allerdings gibt es eine Vielzahl an Hürden, die im Vertrag als „aufschiebende Bedingungen“ aufgelistet sind.
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IKEA wendet sich an die Lustenauer

Finanziell dürfte das Grundstück trotz Millioneneinnahmen kein sonderlich gutes Geschäft für die Marktgemeinde sein. Das liegt, wie VN-Recherchen ergeben haben, an der Vorgeschichte. Lustenau hatte den Boden bereits einmal an einen Möbelkonzern veräußert und später zurückgekauft. Finanziert wurde der Kauf über einen endfälligen Frankenkredit. Ein riskantes und teures Unterfangen. Das Ikea-Geld könnte Lustenau dennoch gut brauchen: Bürgermeister Kurt Fischer (54, ÖVP) spricht von der Möglichkeit, den Schuldenstand deutlich zu reduzieren.

Das Geld hätte aber auch von anderen Interessenten am Grundstück kommen können, ist Projektgegner Daniel Zadra (33, Grüne) überzeugt. „Es hat niemals eine ernsthafte Alternativprüfung zu Ikea gegeben“, sagt er. Ein vertrauliches Papier, das den VN auszugsweise ebenfalls vorliegt, soll die Einschätzung untermauern. In einem „letter of intend“ – einer gemeinsamen Absichtserklärung – hatte die Gemeinde Lustenau Ikea bereits Mitte 2016 Exklusivität zugesichert. Bürgermeister Kurt Fischer stellt aber klar, dass die Gemeinde selbst größtes Interesse an Exklusivität hatte. „Wir wollten, dass Ikea ausschließlich mit uns verhandelt.“ Auch habe es gar keinen anderen Interessenten für das Grundstück gegeben.

Mittlerweile doch Interessenten?

Gab es laut Fischer während der Verhandlungen mit Ikea noch keine Interessenten für eine Ansiedlung, so scheint sich mittlerweile das Blatt gewendet zu haben. Darauf lässt ein internes Papier der Marktgemeinde schließen, das der VN-Redaktion zugespielt wurde. Ein Dutzend heimischer Firmen, vom Kleinbetrieb bis zum Industrieriesen, sind darin aufgelistet. Zu den Unternehmen mit Ansiedlungsplänen in Lustenau zählen laut Unterlagen Betriebe wie Meusburger, FHE Franke, Viterma oder die Spedition Braun.

Fischer bestätigt ein großes Interesse von Firmen, dieses betreffe aber nicht das Ikea-Grundstück, sondern das in Planung befindliche Betriebsgebiet Heitere. Daniel Zadra sieht darin indes durchaus Alternativen. Es werde suggeriert, dass ein Ikea-Aus der wirtschaftliche Niedergang Lustenaus sei. Das sei aber offensichtlich nicht der Fall.

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