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75 Prozent mehr Anzeigen durch Radarfallen

Die Umstellung der Radarboxen auf Digitalkameras hat zu einem sprunghaften Anstieg der Anzeigen wegen Schnellfahrens geführt. Mehr als die Hälfte der vom Innenministerium betriebenen Radargeräte blitze mittlerweile digita.

Im ersten Halbjahr 2007 sind laut ORF um fast 75 Prozent mehr Radaranzeigen verschickt worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Durch den Einsatz von Digitalkameras und Festplatten sind die Boxen fast durchgehend in Betrieb, weil kein Film mehr gewechselt werden muss.

Mehr als die Hälfte der vom Innenministerium betriebenen Radargeräte blitze mittlerweile digital, hieß es in dem Bericht vom Samstag. Vorarlberg und das Burgenland seien bereits komplett umgerüstet, sagte Otmar Bruckner vom Referat für Verkehrsdienst im Innenministerium. Ganz Österreich werde im Laufe des kommenden Jahres, spätestens aber 2009, umgerüstet sein.

Die Digitalfotos brächten auch eine höhere Trefferquote, weil sie eine bessere Auflösung haben als herkömmliche Lichtbildaufnahmen. Damit könne man auch Kennzeichen erkennen, die bisher wegen schlechten Sicht- und Witterungsverhältnissen nicht eindeutig zuordenbar waren.

Im bereits völlig „digitalisierten“ Burgenland habe es heuer schon 40.000 Anzeigen gegeben, doppelt so viele wie im Vorjahr. In Kärnten rechne man bis Jahresende sogar mit einer Viervierfachung, nachdem im ersten Halbjahr 100.000 Anzeigen verschickt worden seien. Auch in Tirol, Niederösterreich und der Steiermark habe man heuer jetzt bereits ähnlich viele Strafen verschickt wie im gesamten vergangenen Jahr, so der ORF.

Für die Verkehrsbehörden bedeute dies einen massiv erhöhten Arbeitsaufwand. Aus dem Innenministerium hieß es, man sei bemüht, die Arbeitsabläufe zu vereinfachen und zu automatisieren, um einen Rückstau bei der Bearbeitung zu vermeiden.

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