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75.000 Personen wählen am Sonntag sechs Bürgermeister

Wahlduell zwischen Martin Staudinger und Eva Maria Mair.
Wahlduell zwischen Martin Staudinger und Eva Maria Mair. ©Lerch
Knapp 75.000 Vorarlberger sind kommenden Sonntag erneut zum Wählen aufgerufen. Sie sind Bürger der sechs Kommunen, in denen Bürgermeister-Stichwahlen nötig sind. Definitiv feststehen werden die Oberhäupter der drei Städte und drei Gemeinden am Nachmittag. In den zwei kleineren Gemeinden schließen die Wahllokale zu Mittag (12.00 Uhr), in den vier größeren Kommunen um 13.00 Uhr.

In Lech am Arlberg, Feldkirch und Bludenz sowie in den drei Bodensee-Kommunen Bregenz, Hard und Lochau gelang im ersten Wahlgang am 13. September keinem der Bürgermeister-Kandidaten die absolute Mehrheit. Die daraus resultierenden sechs Stichwahlen bedeuten eine neue Rekordmarke, mehr als fünf Stichwahl-Entscheidungen (2005) hat es seit der Einführung der Bürgermeister-Direktwahl im Jahr 2000 nicht gegeben.

Bludenz bekommt auf jeden Fall einen neuen Bürgermeister

Am Sonntag müssen sich in fünf Kommunen jeweils die Amtsinhaber einem Herausforderer stellen, in Bludenz wird es jedenfalls einen neuen Bürgermeister geben, nachdem Josef "Mandi" Katzenmayer (69, ÖVP) nach 15 Jahren als Stadtoberhaupt nicht mehr kandidierte.

In Lech (1.317 Wahlberechtigte) und Lochau (4.898 Wahlberechtigte) werden die Wahllokale bereits um 12.00 Uhr wieder schließen, dementsprechend zeitig sollten die Wahlergebnisse vorliegen. Im Nobelskiort am Arlberg kämpft Bürgermeister Ludwig Muxel (65, seit 1993) um zwei weitere Jahre im Amt, nach denen er seine Position zur Verfügung stellen möchte. Er müsste dafür allerdings gegenüber Stefan Jochum (54), dem Standesbeamten der Gemeinde, 127 Stimmen (369 zu 496 Stimmen) bzw. über zwölf Prozentpunkte (35,45 zu 47,65 Prozent) Rückstand aus dem ersten Wahlgang wettmachen. In die Kritik geraten ist Muxel wegen des 38 Millionen teuren Großprojekts "Gemeindezentrum", zu dem die Meinungen in der Bevölkerung auseinandergehen.

Frank Matt könnte erster grüner Bürgermeister werden

In Lochau könnte Augenarzt Frank Matt (57) zum ersten Bürgermeister der Grünen in Vorarlberg überhaupt avancieren. Wie Muxel geht allerdings auch Matt mit Rückstand in die Stichwahl. Im ersten Wahlgang lag Bürgermeister Michael Simma (61, ÖVP, seit 2014) gegenüber Matt mit 1.024 Stimmen (47,36 Prozent) zu 873 Stimmen (40,38 Prozent) voran. Im Vergleich zu 2015 - Simma: 59,31 Prozent, Matt: 26,27 Prozent - haben sich die Gewichte aber deutlich verschoben.

In Hard wie auch in den Städten Bregenz, Bludenz und Feldkirch halten die Wahllokale bis 13.00 Uhr offen. Dabei treten in Hard (10.100 Wahlberechtigte), Bludenz (10.703 Wahlberechtigte) und der Landeshauptstadt Bregenz (21.462 Wahlberechtigte) jeweils Kandidaten der ÖVP gegen Wahlwerber der SPÖ an.

Spannender Kampf in Hard

In Hard startet SPÖ-Landesparteivorsitzender Martin Staudinger (41) überraschend aus der Pole Position gegen Bürgermeisterin Eva Maria Mair (63, ÖVP, seit 2019) in den zweiten Wahlgang. Staudinger erhielt in der ersten Runde die Stimmen von 1.993 Wählern (35,40 Prozent), Mair kam auf 1.846 Stimmen (32,79 Prozent). Der Wahlausgang könnte weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen, da Staudinger bereits angekündigt hat, im Falle seiner Kür zum Bürgermeister als Vorarlberger SPÖ-Chef aufzuhören.

In der Alpenstadt Bludenz verbuchte ÖVP-Kandidat Simon Tschann (28) beim Urnengang am 13. September 2.975 Stimmen (46,98 Prozent) für sich, SPÖ-Vizebürgermeister Mario Leiter (55) 2.779 Stimmen (43,88 Prozent). Tschann wäre mit seinen 28 Jahren das aktuell jüngste Vorarlberger Gemeindeoberhaupt, Leiter unterlag Katzenmayer vor fünf Jahren nur knapp. Bludenz ist eine von ganz wenigen Vorarlberger Kommunen mit SPÖ-Tradition, in den vergangenen Jahrzehnten wechselte die Macht zunächst von der ÖVP zur SPÖ (1980: 64,97 Prozent Stimmenanteil), dann wieder zurück zur ÖVP. Leiter wäre in Bludenz der erste SPÖ-Bürgermeister seit Heinz Wiedemann (1983-1995).

Stichwahl-Duell in Bregenz

Die zweite Vorarlberger Stadt mit starkem SPÖ-Bezug ist Bregenz, wo von 1970 bis 1990 Bürgermeister der Sozialdemokraten regierten und die Partei zeitweise die absolute Mehrheit innehatte. An diese Zeit anknüpfen möchte Michael Ritsch (52, SPÖ), der den seit 1997 amtierenden Bürgermeister Markus Linhart (60, ÖVP) herausfordert. Dasselbe Stichwahl-Duell gab es bereits vor 15 Jahren, als Linhart mit einem Stimmenanteil von 52,56 Prozent die Oberhand behielt. Der Stadtchef geht mit deutlichem Plus (4.425 zu 3.532 Stimmen bzw. 43,21 Prozent zu 34,49 Prozent) und weit größerem Vorsprung als 2005 in die Stichwahl, dennoch gilt Ritsch nicht als chancenlos.

Vorhersehbarer Ausgang in Feldkirch?

Am einfachsten vorhersehbar scheint der Ausgang der Stichwahl in Feldkirch zu sein. Dort tritt Stadtoberhaupt Wolfgang Matt (65, ÖVP; 4.496 Stimmen, 41,42 Prozent) gegen Daniel Allgäuer (56, FPÖ, 2.572 Stimmen, 23,70 Prozent) an. Obwohl Matt nach dem Rücktritt von Langzeit-Bürgermeister Wilfried Berchtold (66, ÖVP) erst seit 2019 im Amt ist, dürfte er im Vergleich mit dem ehemaligen FPÖ-Landtagsklubobmann Allgäuer die deutlich besseren Karten haben.

Bei den Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen am 13. September ist in 65 der 96 Vorarlberger Kommunen das Gemeindeoberhaupt per Direktwahl bestimmt worden. In zwei Gemeinden im Bezirk Bludenz setzten sich SPÖ-Kandidaten durch, in drei Orten - darunter die Stadt Hohenems - wurden FPÖ-Kandidaten gewählt. In allen anderen Gemeinden werden Vertreter der ÖVP oder ÖVP-naher Listen regieren. Wo keine Direktwahl stattfand, entscheidet die Gemeindevertretung, wer Bürgermeister wird.

(APA)

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