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700 000 Euro Subventionen ergaunert

Ein großangelegter Betrug ist jetzt in der Südsteiermark aufgeflogen: Eine Frau soll seit dem Jahr 2000 vom Land Steiermark insgesamt rund 700.000 Euro an Förderungsgeldern kassiert haben.

Dazu betrieb sie rechtswidrig allein Kinderbetreuungseinrichtungen und meldete zum Schein Mitarbeiter an. Als die Sache aufflog, löste sie den Verein auf. Die 48-Jährige, die nach Angaben der Polizei nicht geständig ist, wurde angezeigt.

Die Anzeige wurde bereits Ende Jänner erstattet. Damals hieß es, die Verdächtige habe mit falschen Angaben um Fördermittel in Höhe von 60.000 Euro angesucht. Nach umfangreichen Ermittlungen konnten die Beamten der Polizeiinspektion Leibnitz der Verdächtigen nachweisen, dass sie die Subventionen auf betrügerische Weise erlangen wollte. Außerdem hatte die Frau bereits seit dem Jahr 2000 mit falschen Angaben und Scheinmeldungen von Mitarbeiterinnen Fördergelder in der Höhe von 727.368 Euro kassiert.

Die 48-Jährige hatte 1996 allein, entgegen den Bestimmungen des Vereinsgesetzes, einen Kinderbetreuungsverein gegründet und diesen auch allein betrieben. In den Folgejahren kamen eine Kinderkrippe, ein Kinderhort und eine Tagesmütterbetreuung dazu. Als die zuständige Fachabteilung die Frau zur Rückerstattung des angeführten und betrügerisch erlangten Betrages aufforderte, meldete sie sofort Konkurs an. Gleichzeitig gründete sie sofort einen neuen Verein und legte ein neues Förderansuchen beim Land Steiermark vor. Als ihr ein Rechtsvertreter mitteilte, dass auch der Folgeverein für den Vorgängerverein haftet, löste sie den Verein auf und stellte den Betrieb ein. Sie wurde nun wegen gewerbsmäßigen Betruges auf freiem Fuß angezeigt.

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