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7 Gründe, warum Neujahrsvorsätze scheitern

Warum die guten Vorsätze meist scheitern.
Warum die guten Vorsätze meist scheitern. ©Bilderbox
Das neue Jahr beginnt für viele von uns mit guten Vorsätzen. Die Liste der beliebtesten Vorsätze reicht von gesünderer Ernährung, mehr Sport, mit dem Rauchen aufhören, über Sparen bis hin zu einem bewussteren Lebensstil und Kontakte pflegen. So vielfältig die Vorsätze auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: Die geringer Erfolgsquote.

Jeder Dritte Österreicher hat sich einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS am Silvesterabend hehre Ziele gesetzt. An oberster Stelle bei den angestrebten Veränderungen steht die Gesundheit: Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport, Abnehmen und gesündere Ernährung. Die Vorsätze sind meist schnell gefasst und genauso schnell zum Scheitern verurteilt. Warum das so ist, versuchen Forscher noch herauszufinden. Einige Anhaltspunkt gibt es schon: 7 Gründe, warum Neujahrsvorsätze scheitern:

1. Ein Vorsatz ist kein Ziel

Ein Vorsatz ist immer etwas Unverbindliches, ein Vorhaben, ein Wunsch. Ihr nehmt euch beispielsweise vor, ein paar Kilos abzunehmen. Aber wie viel sind ein „paar“ Kilos und bis wann sollen sie gepurzelt sein? Und genau das ist der Unterschied zwischen Vorsatz und Ziel. Ein Ziel wird klar definiert und meistens auch schriftlich festgesetzt.

2. Fehlende Motivation

Wir nehmen uns meist mehr vor, als wir tatsächlich realisieren können. Dann hält die Motivation oft nur wenige Stunden oder Tage. Eine Gewohnheit aufzugeben gelingt nur bei realistischen Zielen und persönlichem Nutzen, sind sich Psychologen einig.

3. Fehlende Ausdauer

Fehlende Ausdauer und Selbstdisziplin sind nicht nur Gründe warum der gute Vorsatz fürs neue Jahr gerne scheitert, sondern auch die größten Erfolgsbremser. Erfolg bzw. die Zielerreichung stellt sich nicht von heute auf morgen ein, sondern braucht seine Zeit. Das kann fot über Wochen und Monate gehen.

4. Vorsätze sind Projektionen

Ein Jahreswechsel ist eine Zeitenwende. Das heißt, viele wollen sich neu orientieren. Der Mensch beginnt dann verstärkt darüber nachzudenken, wo er steht und wie es weitergehen soll. Vorsätze sind in dem Fall aber eine Projektion der jetzigen Situation verbunden  mit dem Wunsch, dass in Zukunft alles besser wird. Die Vorsätze sind also keine „echten“ angestrebten Verhaltensänderungen.

5. Schlechtes Gewissen beruhigen

Mit Vorsätzen wollen viele auch ein Manko oder eine Schwäche ausgleichen und damit das schlechte Gewissen beruhigen, sind sich Forscher einig. “Aus Erfahrung wissen wir, dass eine Verhaltensänderung z. B. das Rauchen aufgeben, am besten dann gelingt, wenn man den Entschluss von heute auf morgen fasst.” Bleibt der Vorsatz aber auf der Stufe, lediglich sein schlechtes Gewissen beruhigen zu wollen, ist er zum Scheitern verurteilt“, sagt etwa der Wiener Gesundheitspsychologe Cornel Binder-Krieglstein.

6. Maßlose Gesellschaft

Dass die meisten guten Vorsätze rasch auch wieder zum Scheitern verurteilt sind, liegt auch daran, dass die “maßlose” Gesellschaft nicht das richtige Maß findet und sich mehr zutraut, als sie realisieren kann. Mit jedem neuen Jahr kommen immer wieder neue Vorsätze. Man solidarisiert sich mit anderen Gescheiterten und probiert es jedes Jahr aufs Neue. Ganz anders sieht es aus, wenn dem guten Vorsatz eine existenzielle Motivation dahinter steckt. Dann werden Vorhaben stärker auf Realisierbarkeit geprüft und leichter umgesetzt.

7. Schon an Vorsätzen gescheitert

Viele gute Vorsätze hat man sich schon für das vergangene Jahr vorgenommen und ist daran gescheitert. Das merkt sich das Unterbewusstsein. Also warum gleich mit der ersten Enttäuschung im neuen Jahr starten?

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