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60 Kilo Kokain geschmuggelt

St. Pölten - Mehr als 60 Kilogramm Kokain soll eine international agierende Bande nach Österreich geschmuggelt und abgesetzt haben.

Nach Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion wurden seit Beginn der Ermittlungen im August 2006 zwölf Personen festgenommen und 15 Kilo Kokain mit einem Reinheitsgehalt von 80 bis 90 Prozent sichergestellt.

Auf Grund internationaler Haftbefehle des Landesgerichtes Korneuburg wurden Anfang Juni ein Hauptverdächtiger in Costa Rica und ein weiterer in Italien verhaftet. Die beiden befinden sich in Auslieferungshaft. Nach einem dritten wird mit internationalem Haftbefehl noch gefahndet. Ein weiterer mutmaßlicher Täter befindet sich in Rumänien in Strafhaft.

Der in Italien verhaftete Rumäne dürfte gemeinsam mit dem in Costa Rica verhafteten Landsmann und dem noch Flüchtigen einen internationalen Kokain-Schmuggel von Costa Rica nach Österreich organisiert haben. Ein Österreicher, der in der Zwischenzeit bereits zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde, und ein in U-Haft befindlicher Österreicher waren vermutlich für die Übernahme und den Vertrieb des Kokains in Österreich verantwortlich.

Der Aussendung zufolge wurde das Kokain – in Keks- und Cornflakes-Schachteln versteckt – mit Paketen per Post von Costa Rica an verschiedene Empfänger in Österreich (Vorarlberg, Tirol und Oberösterreich) geschickt. Die „wertvollen Sendungen“ enthielten durchschnittlich drei bis vier Kilogramm reinstes Kokain – gepresste Ziegel zu einem Kilogramm. Zusätzlich befanden sich in den Paketen zwecks Tarnung noch ein T-Shirt und Zuckerlsäckchen sowie Zeitungen aus Costa Rica.

Die beiden Österreicher sollen die Paket-Empfänger rekrutiert haben – meist Personen, die sich in finanzieller Notlage befanden und für die Übernahme eines solchen Paketes 3.000 bis 4.000 Euro als Entlohnung erhielten. Der Wert eines einzigen Paketes sei mit 300.000 bis 400.000 Euro anzunehmen.

Der in U-Haft sitzende Österreicher dürfte hauptsächlich für den Vertrieb des Kokains in Österreich (großteils Vorarlberg) und der andere für den Weitertransport nach Italien verantwortlich gewesen sein. Der per internationalem Haftbefehl gesuchte Rumäne habe vermutlich als Mittelsmann fungiert.

Einige Paket-Empfänger waren auch als Schmuggler des Kokains von Österreich nach Italien tätig. Das Kokain wurde ihnen meist in mit Getränken und Proviant gefüllten Kühltaschen übergeben, die Entlohnung betrug 2.000 bis 4.000 Euro. Fallweise wurden auch Rumänen eingesetzt. Die beiden Österreicher finanzierten sich durch diese Kokain-Geschäfte einen aufwendigen Lebensstil – Haus, teure Autos, teure Hotels, Damen vom Escort-Service.

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