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56. Rundum war "Nerventest"

Selbst Joschi Entner auf seiner Libera A "Principessa" brauchte aufgrund des schwachen Windes bei der 56. Auflage der "Rundum" fast doppelt so viel Zeit wie bei seinem Rekord im Jahr 2000.

Es reichte trotzdem für den achten Sieg. Die Ausfallsquote war sehr hoch. Von 428 Gemeldeten traten 24 gar nicht zum Start an, 96 gaben auf bzw. erreichten das Ziel nicht vor dem Limit von 24 Stunden. Untypischerweise brachten nicht einmal die nächtlichen Regengüsse frischen Wind mit.

Bezeichnend für die Verhältnisse war das Abschneiden der Klasse H-Boote. Kein einziges schaffte das Zeitlimit. Einer lag zwei Minuten vor Schluss wenige Meter vor der Ziellinie und musste sich frustriert nach 24-stündigem Kampf den Abschuss anhören. Die Wettfahrtleitung beschloss daher, diese Boote ab nächstem Jahr nur mehr um das Kleine Blaue Band fahren zu lassen.

Riesenpech hatte der favorisierte Fritz Trippolt mit seiner modifizierten Libera “BTV”. Ausgerechnet in der heiklen Startphase gab es die einzigen starken Windböen der Regatta, und da brach mitten im Getümmel das Ruderblatt und machte das mächtige Schiff manövrierunfähig. “Der Start gelang gut, wir lagen schon vor den Liberas, als das passierte”, berichtete der schwer enttäuschte Segler. “Zum Glück barg die Mannschaft die Segel in Rekordzeit, sonst wäre mehr passiert.” Da das Ruder genau an der Wasserlinie brach, hatte es überhaupt keine Wirkung mehr. In der Folge kollidierte die “BTV” steuerlos mit einem Teilnehmer und musste nach Hause geschleppt werden. “Wir hätten die Chance gehabt, die Trapezyachten zu schlagen, das Schiff lief ungeheuer schnell”, ist Trippolt überzeugt. Die Libera-Szene habe auf seinen Sonderbau bereits reagiert und eine Regel verändert. Die Flügel dürfen verbreitert werden. “Das Wettrüsten geht weiter und wir regattieren weiter”, kündigt Trippolt an.

Den Sieg in der Klasse Unvermessen NT (Neue Technik) machten sich die Psaraos 40 untereinander aus. An der Tonne in Überlingen lag Werner Deuring (YCB) noch vor seinem deutschen Konkurrenten, der jedoch mehr Glück im Finish hatte. Nur 3,5 Minuten lief Deuring nach dieser langen Strecke hinter Hemmeter ins Ziel.

Für Werner Schifferl (YCB) und seinen Steuermann Markus Bilgeri (YCH) bedeutet der Sieg in der 8 mR-Traditionsklasse auf der “Bera” besonders viel. Sie treten auch beim 8 mR-Worldcup an, den der Lindauer SC vom 4. bis 14. Juli ausrichtet. Die Brüder Franz und Paul Vetter (YCH) gewannen die Klasse IMS 1. Seriensieger Thomas Peter segelte wieder einmal als erste Avance 36 über die Ziellinie. Nachdem er schon oft unter den ersten drei war, erkämpfte sich Robert Mayer (MBSVR) endlich den Sieg in der Klasse Duetta 94. Dazu gab es noch eine Reihe vorderer Platzierungen.

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