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500 Seiten zur Feldkircher Geschichte vorgestellt

Feldkirch. An die 120 Interessierte folgten der Einladung der Rheticus-Gesellschaft und dem Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch zur Buchpräsentation der 50. Schriftenreihe des beeindruckenden Werkes "Burg und Dom zu Feldkirch - neue Forschungen zur Geschichte der Schattenburg und der Dompfarrkirche St. Nikolaus“ . 
500 Seiten zur Feldkircher Geschichte vorgestellt

Geschäftsführer Prof. Dr. Gerhard Wanner konnte Frau Vizebürgermeisterin Erika Burtscher, Altbürgermeister Heinz Bilz, Dompfarrer Rudolf Bischof sowie viele Freunde und Mitgliedern der Rheticus-Gesellschaft und des Heimat- und Museumsvereins Feldkirch in Palais Liechtenstein begrüßen.
Musikalisch umrahmt wurde die Festfeier mit mittelalterlicher Musik dargeboten von Réné Scheier. Den Festvortrag hielt Univ.- Prof. Dr. Niederstätter.

Viele Rätsel um die Schattenburg

Seit jeher prägen die Schattenburg und die Dompfarrkirche St. Nikolaus das Aussehen der mittelalterlichen Stadt Feldkirch. Doch sind mit diesen beiden Gebäuden manche Rätsel verbunden, die bis in unsere Zeit nicht gelöst werden konnten. Wer sich die Mühe macht, in der bisherigen Literatur über die jeweilige Entstehungszeit klare Informationen einzuholen, der scheitert. Obwohl die frühe Geschichte der Stadt längst festgeschrieben stand, scheint sie nun doch – nach den ausführlichen Forschungsarbeiten von Dr. Martin Bitschnau, Dr. Klaus Pfeifer und Dipl. Ing. Raimund Rhomberg – neu bewertet werden zu müssen.

Der bisher viel zu wenig beachtete Zusammenhang zwischen dem Bergfried der Schattenburg und der Domkirche – deren Entstehung mit der damals geplanten und schließlich durchgeführten Stadterweiterung praktisch in den gleichen Jahren erfolgte – führte schlussendlich dank den neuen Wissenschaften der Bauanalytik und der Dendrochronologie zu neuen gesicherten Erkenntnissen über die Stadtentwicklung.

Die Dompfarrkirche St. Nikolaus, deren Baugeschichte vereinfachend bisher mit Hans Sturn 1478 begann, erhielt nun ihre romanische Bauphase zurück. Zudem führt uns der Feldkircher Stadtarchivar Mag. Christoph Volaucnik noch an Hand von vielfach erstmals publiziertem Quellenmaterial die weitere, bewegte Geschichte der Schattenburg vor Augen. Welche Rolle hingegen der erst 1912 gegründete Feldkircher Heimatpflege- und Museumsverein für die Entwicklung der Schattenburg in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts spielte, das erzählt uns der verstorbene ehemalige Obmann des Museumsvereins, Pfr. Gebhard Wendelin Gunz (+) noch mit eigenen Worten.

Aber nicht nur die spannende Baugeschichte, auch die wichtigen Kunstinventare der Schattenburg und der Dompfarrkirche werden in diesem Buch vorgestellt. Ebenso nachgespürt wird in einer geradezu kriminalistisch recherchierten Geschichte den historischen Rätseln im Zusammenhang mit den originalen Seitentafeln von Wolf Huber am berühmten St. Anna-Altar in der Dompfarrkirche von Manfred A. Getzner.

Das über 500 Seiten fassenden Buch ist in der ersten Auflage fast schon vergriffen, Restexemplare können beim Buchhandel oder bei der Rheticus-Gesellschaft erworben werden.

Fotos und Video von Helmut Köck.

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