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50 Funkentürme ohne Maschinen

Der Funkenzunft Tisis feiert am Samstag ihr 50. Jubiläum.
Der Funkenzunft Tisis feiert am Samstag ihr 50. Jubiläum. ©Emir T. Uysal/Verein
Ein halbes Jahrhundert Funkentradition wird am Samstag in Tisis gefeiert.
Funkenzunft Tisis

Feldkirch. (etu) Es war im Jahr 1968, als die Kameraden der Feuerwehr Tisis beschlossen, erstmals ein Funkenabbrennen für das gesamte Tisner Ortsgebiet durchzuführen. Unter der Leitung von Heribert Schmidle und Alfons Zelzer wurde unterhalb der neuen Pfarrkirche ein passender Funkenplatz gefunden. Durch den Bau der Volksschule 1973 musste ein alternativer Platz gesucht werden. Unterhalb des Gasthauses Engel wurde man fündig, ehe man 1980 abermals einem Neubau weichen musste. Unter Funkenmeister Herbert Gsteu wurde im Tisner Ried ein neuer passender Platz gefunden. Hier hatte man auch ausreichend Platz für die stets zunehmende Anzahl an Besuchern, denn der Funken wurde über die Gemeinde- und Staatsgrenzen hinaus immer bekannter.
Von 1983 an übte Michael Schmidle die Funktion des Funkenmeisters aus – und das 25 Jahre lang. In dieser Zeit gab es zahlreiche Veränderungen. Unter anderem wurde das Abbrennen des Funkens auf Samstag vorverlegt und die Wirtschaftsstände wurden dem wachsenden Zuschauerinteresse angepasst.

Brauchtum erhalten
Seit 2008 hat nun Sohn Robert Schmidle die verantwortungsvolle Funktion des Funkenmeisters inne. Auch unter seiner Leitung gab es einige Neuerungen. Die größte steht kurz vor ihrer Fertigstellung: die Adaptierung des beim Funkenweg befindlichen Silos in ein zweistöckiges Funken-Lager. In zahlreichen, von Zunftmitgliedern geleisteten Arbeitsstunden wurde dem Bauwerk so wieder eine sinnvolle Funktion gegeben.
„Ein halbes Jahrhundert ist – gerade in unserer heutigen schnelllebigen Welt – eine lange Zeit“, sagt Funkenmeister Schmidle. Eines habe sich in den letzten 50 Jahren aber nicht verändert: „Unser Bemühen, den alemannischen Brauch zu erhalten und allen Funkenfreunden einen schönen Abend zu bereiten.“ Worauf die Funkenzunft heute noch besonders stolz ist: Dass sie ihre Funken traditionell und ohne maschinelle Hilfe aufbauen. „Wir freuen uns darauf, am Samstag, 4. März, den 50. Jubiläumsfunken im Tisner Ried zu entzünden – mit einem ‚Funka Ho‘“, sagt Schmidle.
„Mich freut es, dass wir auf 50 Jahre – gespickt mit sehr guter Kameradschaft – zurückblicken können. Nur mit einem Miteinander kann man vieles bewegen“, fügt Alt-Funkenmeister Michael Schmidle abschließend hinzu. „Hinter uns liegen unfallfreie fünf Jahrzehnte. Und das, obwohl rund 1700 Arbeitsstunden pro Funken notwendig sind.“

Was gefällt dir am Verein:
Fabian Fussenegger, Funkenbauer:
Bei uns sind alle mit vollem Eifer dabei, und die Kameradschaft untereinander ist sehr gut. Es macht Spaß, mit solch einer Truppe gemeinsam das Brauchtum zu pflegen und den Besuchern einen schönen Abend zu bereiten.

Irmi Birk, „Hexa“-Mama:
Seit der Gründung ist unsere Familie dabei.
Auch die Enkel helfen schon mit. Jedes Jahr treffen sich die
befreundeten Funkenzünfte, und wir hoffen, dass dieser Brauch noch viele Generationen erhalten bleibt!

Robert Schmidle, Funkenmeister:
Am Verein gefallen mir die familiäre, kameradschaftliche Atmosphäre und der große Zusammenhalt. Jeder ist mit vollstem Einsatz dabei. Gemeinsam stellen wir jährlich ein tolles Funkenabbrennen auf die Beine.

Jubiläumsfunken am Samstag:
» 8 Uhr: Aufbau des Funkens
» 15 Uhr: Aufbau des Kinderfunkens, anschließend Gratis-würstle
» ca. 16.30 Uhr: Abbrennen des Kinderfunkens
» 18 Uhr: Beginn des Programms mit der Guggamusik Chaos Tätscher, anschließend musikalische Unterhaltung mit der Harmoniemusik Tisis-Tosters
» 19.15 Uhr: Funkenabbrennen mit anschließendem Klangfeuerwerk

Zahlen und Fakten:
80 Mitglieder zählt die Funkenzunft.
23 Meter hoch ist der heurige Funkenturm.
1968 wurde der Verein in Tisis gegründet.

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