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50.000 Menschen gegen Irak-Krieg

Mehr als 50.000 Menschen sind am Samstag in Washington gegen einen Irak-Krieg auf die Straße gegangen. Die Demonstranten marschierten zum Weißen Haus.

Die Demonstranten zogen vom Mahnmal zum Vietnam-Krieg im Zentrum zum Amtssitz von US-Präsident George W. Bush, dem Weißen Haus. Die Demonstranten hielten Plakate mit Aufschriften wie „Stoppt den Krieg gegen den Irak“, „Feuert Bush und nicht Bomben“ oder „Geld für Arbeit, nicht für den Krieg“.

In Anspielung auf die von Bush ausgerufene „Achse des Bösen“ Irak- Iran-Nordkorea riefen die Demonstranten „Die Achse des Bösen sind Bush-Cheney-Rumsfeld“.

Der frühere US-Justizminister Ramsey Clark sagte vor den Kundgebungsteilnehmern in Anspielung auf das Vorhaben Bushs, den irakischen Staatschef Saddam Hussein zu stürzen, es sei allerdings „Zeit, das Regime zu wechseln – aber hier, in Amerika“.

Die Organisatoren gaben die Zahl der Teilnehmer mit 100.000 an, von der Polizei gab es zunächst keine Angaben. Zu der Kundgegung hatten mehrere Menschen- und Bürgerrechtsgruppen aufgerufen. Auch in anderen US-Städten wie San Francisco oder Chicago sollten Anti-Kriegs -Demonstrationen stattfinden. Beobachter rechneten mit den größten Anti-Kriegs-Demonstrationen seit dem Vietnamkrieg. Bereits Ende September hatten mehrere tausend Menschen in Washington gegen die Irak-Politik von US-Präsident George W. Bush demonstriert.

Auch in anderen Teilen der Erde fanden am Samstag Demonstrationen gegen ein militärisches Vorgehen im Irak statt, darunter in zahlreichen EU-Staaten sowie in Asien und Australien. In Deutschland gab es nach Angaben der Organisatoren Aktionen in mehr als 80 Städten und Gemeinden.

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