47 Millionen Euro für die neue Wintersaison

Rankweil - Die Vorarlberger Seilbahnunternehmen haben sich für die kommende Wintersaison gut vorbereitet. Mit Investitionen von rund 47 Millionen Euro wurde Komfort, Sicherheit und der Umweltschutz gefördert.
Wolfgang Beck im Interview
Ländle-Card kommt

Um Vorarlberg als Tourismusregion Nummer eins in Bezug auf Gastfreundschaft und Servicequalität zu etablieren, investierten die Seilbahnen gut acht Millionen Euro in die Gastronomie, 11,6 Millionen Euro in Pistenoptimierungen und Beschneiung sowie 2,7 Millionen Euro in Pistensicherheit und Lawinenschutz. Rund 1,5 Millionen Euro flossen in Maßnahmen zur Stromreduktion, Wärmerückgewinnung und Kältetechnik sowie zur Errichtung von Photovoltaik-, Solar- und Geothermieanlagen. “Bereits 85 Prozent der Energie für die Beschneiung stammt aus erneuerbaren Energiequellen, in ein paar Jahren sollen es 100 Prozent sein”, informiert Fachgruppengeschäftsführer Mag. Michael Tagwerker bei der Pressekonferenz zum Saisonauftakt, die anlässlich der Seilbahntagung stattfand.

Skikarten wieder teurer

Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Skikarten im kommenden Winter wieder teurer werden, erklärt der Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen, Wolfgang Beck: “Ja, auch heuer werden sich die Preise um etwa 3,3 Prozent erhöhen. Unter Einbeziehung der Qualität der Infrastruktur liegen wir allerdings im internationalen Mittelfeld. Hinter dem Ticketpreis steckt eine Vielzahl an Leistungen: optimale Präparierung und Pflege der Pisten, moderne und sichere Anlagen, geschultes Personal für bestmöglichen Service, Pistenrettung, Pistensicherung und Unfallverhütung, Lawinenschutz und Infrastruktur im und rund um das Skigebiet.”

Investitionen bringen Gäste

Aber nur mit diesen Investitionen könne man genug Tagesgäste in die Skigebiete locken, auch aus dem Ausland. Beck blickt daher optimistisch in die neue Saison: “Der Nettoumsatz im Bereich Personenbeförderung lag im vergangenen Winter bei rund 120 Millionen Euro. Gut gerüstet blicken wir optimistisch in die kommende Saison. Wir erwarten auch, dass sich der Anteil der ausländischen Tagesgäste nach dem leichten Rückgang um 2,6 Prozent im Vorjahr mindestens wieder stabilisiert. Deshalb haben wir ebenso in unsere Mitarbeiter investiert, denn sie sind unser Aushängeschild. Sind sie begeistert, sind es meist auch unsere Gäste.”

55 Millionen Euro pro Jahr für Wintersportregionen

Im letzten Jahr war es wettertechnisch schwierig für Vorarlbergs Skigebiete, dennoch konnten insgesamt 58 Millionen Wintersportler befördert und 5,5 Millionen Ersteintritte verbucht werden. “Da jeder Wintersportler am Tag durchschnittlich etwa 100 Euro ausgibt, sind das 55 Millionen Euro, die in den Vorarlberger Tourismus fließen”, rechnet Beck vor. Die wirtschaftliche Bedeutung der Vorarlberger Seilbahnen ist für ihn damit unbestritten hoch, bieten sie doch im Jahresmittel 1.000 Arbeitsplätze im Ländle. Indirekt sichert die Branche rund 6.500 Jobs im Tourismus, Handel und Handwerk.

Ländle Card im Kommen

Auch wegen der Investitionen und dem hohen Standard der Skigebiete im ganzen Land wird die neue Ländle-Card punktuell auch gut angenommen, meint Sprecher Markus Comploy: “Ende November gibt es zwar erst interne Ergebnisse, der Zuspruch im Brandnertal ist aber schon überraschend groß.” Ein Ersatz für den 3-Täler-Pass oder die Montafon-Card soll die neue Ländle-Card aber nicht werden. Sie soll lediglich eine Zusatzmöglichkeit für Wintersportler sein, die in vielen verschiedenen Regionen in Vorarlberg fahren wollen. Das Ziel sei eine möglichst flächendeckende Karte für das ganze Land.

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