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46 Tote bei Kämpfen in Burundi

Bei einem Einsatz der Armee gegen Rebellen im ostafrikanischen Burundi sind mindestens 46 Menschen getötet worden.

Wie das Militär am Sonntag mitteilte, griffen die Regierungssoldaten am Samstag Rebellen der Nationalen Befreiungskräfte (FNL) in der Stadt Nyabiraba 25 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bujumbura an. 43 FNL-Mitglieder und drei Soldaten seien getötet worden; die Armee habe 30 Gewehre beschlagnahmt.

Vor den Kämpfen in Nyabiraba flohen nach Angaben der örtlichen Behörden rund 30.000 Stadtbewohner. Die Armee rechtfertigte den Einsatz damit, die FNL habe in der Nacht auf Samstag eine Stellung der früheren Rebellengruppe „Streitkräfte für die Verteidigung der Demokratie“ (FDD) angegriffen.

Während des Bürgerkriegs in Burundi war die FDD die größte Rebellengruppe. Seit der Vereinbarung eines Friedensabkommens im November 2003 ist sie an der Regierung beteiligt. Gemeinsam mit der Regierungsarmee kämpft sie nun mit 2.000 Mann in der Region um Bujumbura gegen die FNL, die letzte verbleibende Rebellengruppe des Landes. Burundi erholt sich nur schwer von zehn Jahren Bürgerkrieg, in dessen Verlauf nach UNO-Angaben rund 300.000 Menschen getötet wurden, die meisten von ihnen Zivilisten.

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